Nordkoreanisches Boot verletzt die Seegrenze im Gelben Meer

Zurzeit führt die südkoreanische Armee zusammen mit den USA eine Marineübung durch. Für Nordkorea ist dies eine Provokation. Fordert das kommunistische Land deshalb Südkorea auch heraus?

Kriegsschiffe auf dem offenen Meer

Bildlegende: Hat ein nordkoreanisches Patrouillenboot absichtlich die Seegrenze zwischen den zwei Koreas verletzt? Keystone/Archiv

Nach dem Beginn von Manövern der Streitkräfte Südkoreas und der USA hat ein nordkoreanisches Patrouillenboot die Seegrenze zwischen beiden koreanischen Staaten verletzt. Das Boot sei mehrmals über die Grenzlinie im Gelben Meer in das von Südkorea beanspruchte Gebiet eingedrungen, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul am Dienstag mit. Es sei nach mehreren Warnungen des südkoreanischen Militärs über Lautsprecher auf die eigene Seite zurückgekehrt.

Südkorea wolle erkunden, ob das Boot mit Absicht die Grenzlinie überquert habe, wurde ein Ministeriumssprecher zitiert. In der Vergangenheit war es an dieser Seegrenze wiederholt zu Gefechten zwischen Marineschiffen beider Länder gekommen.

Ungeachtet der Proteste aus Nordkorea hatten Südkorea und die USA am Montag ihre jährlichen Frühjahrsmanöver begonnen. Dabei handelt es sich um eine Kommandoschulung sowie Feldübungen. Nordkorea beschuldigt beide Länder regelmässig, mit ihren Manövern einen Angriff vorzubereiten, was diese bestreiten.