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International Nordkoreas Propaganda führt US-Studenten vor

Ein US-Student soll in Pjöngjang ein Banner gestohlen haben. An einer Medienkonferenz wird er vorgeführt und muss das «schwere Verbrechen» gestehen.

Der 21-jährige Student sitzt hinter Mikrofonen
Legende: Die nordkoreanische Propaganda führt den 21-jährige Studenten an einer Medienkonferenz vor. Keystone

Ein US-Student hat sich bei einer vom Regime arrangierten Pressekonferenz selber «schwerer Verbrechen» gegen das sozialistische Land bezichtigt. Er habe im Auftrag einer US-Kirche in einem Hotel in der Hauptstadt Pjöngjang ein Banner mit einem politischen Slogan gestohlen.

Die Mutter eines Freundes habe ihn gebeten, einen «wichtigen politischen Slogan» aus Nordkorea mitzubringen, um diesen als Trophäe in ihrer Kirche auszustellen, wurde der 21-Jährige von den Staatsmedien zitiert. Der Student habe vor Journalisten aus dem In- und Ausland gesprochen.

Als Belohnung sei ihm ein gebrauchtes Auto versprochen worden, sagte der Student der Virginia-Universität. Zudem werde die Friendship United Methodist Church 200'000 Dollar an seine Mutter übergeben, sollte er nicht zurückkehren.
Nordkoreanische Medien hatten am 22. Januar berichtete, dass der US-Student nach seiner Einreise als Tourist wegen staatsfeindlicher Handlungen festgenommen worden sei.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Samuel Saurer (Sämi)
    Bemerkenswert zu diesem Fall ist das entsprechende Video zum Schauprozess... Der "Angeklagte" lässt dabei showmässig die Tränen fliessen und beteuert seine Schuld zu diesem fiesen "Sabotageakt". Ich weiss nicht was ich komischer finde; die ganze Story um das geklaute Hängebanner, die scheinbar involvierte Kirche oder die mehr als übertriebene Schilderung zum Tathergang. Hoffen wir, dass er mit einem blauen Auge davon kommt.
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Ich empfehle zwecks Hilfe in der Beurteilung Nordkoreas den Film "Mein Besuch in Nordkorea - Videotagebuch junger Reisender" - ist im Internet verfügbar. Der US-Student findet bestimmt andere Plätze auf der Welt, um Souvenirs sammeln zu können, schliesslich hatte ja seine Regierung Nordkorea als "Achse des Bösen" bezeichet...
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  • Kommentar von Lutz Bernhardt (lb)
    Ein extrem schwieriges Thema. Für den Zusammenbruch des Ostblocks/der DDR waren die Ostverträge von Brandt/Bahr essentiell. "Normale" Bürger "West" sind in den Osten gereist und haben dort als unausgebildete "Agit-Prop-Funktionäre" ohne Vorsatz unglaubliches geleistet. (als Gegengewicht zu Typen wie Angela Merkel). Reisen nach Nordkorea haben mit Sicherheit eine ähnliche Wirkung. Jeder sollte sich aber des Risikos bewusst sein. Keine Einmischung, einfach zeigen wie es anderswo läuft!
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    1. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Nordkorea kann man nicht mit der ehemaligen DDR vergleichen. In der DDR konnten sie durchaus Gespräche mit DDR-Bürger führen und die DDR Bürger konnten ARD und ZDF empfangen. (War in den letzten Jahren legitim) Dies alles ist in Nordkorea unmöglich. Nordkorea lässt sich am ehnsten mit dem Albanien unter Enver Hodscha vergleichen.
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