Notbremse? Hollande erwägt eine Kabinettsumbildung

Zum ersten Mal seit seiner Wahl erwägt der französische Präsident François Hollande eine Kabinettsumbildung. «Niemand in der Regierung ist sicher», sagte er in einem Interview. Er reagiert damit auf das sinkende Vertrauen der Bevölkerung.

Der französische Präsident Hollande schreitet im Anzug über einen Platz

Bildlegende: Eine Neuausrichtung? Hollandes Pläne sind noch unklar. Keystone/archiv

Der französische Präsident steckt in einer Vertrauenskrise. Könnte er die Flucht nach vorne ergreifen? «Niemand in der Regierung ist sicher», sagte François Hollande dem Magazin «Paris Match».

Eine Umbesetzung innerhalb der Regierung komme «zu ihrer Zeit». Die Franzosen würden Ergebnisse erwarten, sagte der Staatschef. Die Regierung müsse bei Arbeitslosigkeit, Wohnungsbau oder Bildung Ergebnisse liefern.

Hollande steckt nach seinem ersten Jahr im Amt mit schlechten Wirtschaftszahlen und steigender Arbeitslosigkeit in einer Vertrauenskrise. Nach jüngsten Umfragen beurteilen 76 Prozent der Franzosen die Bilanz des Staatschefs negativ. Nur 15 Prozent haben ein positives Bild nach dieser Zeit.