NSA ersetzt Risikofaktor Mensch durch Computer

Der US-Geheimdienst will weitere Enthüllungen über seine weltweiten Spionage-Aktivitäten verhindern. Daran glauben müssen etwa 900 System-Administratoren.

Der Sitz der NSA in Fort Meade im US-Bundesstaat Maryland.

Bildlegende: Der Sitz der NSA in Fort Meade im US-Bundesstaat Maryland. Keystone

Nachdem die Ausspäh-Aktivitäten der National Security Agency (NSA) ans Licht gekommen sind, ergreift der US-Geheimdienst nun Massnahmen: Fast alle der etwa 1000 System-Administratoren sollen durch Computersysteme ersetzt werden.

Damit soll die Zahl der Personen mit direktem Zugang zu geheimen Daten reduziert werden, sagte NSA-Chef Keith Alexander in New York. «Was wir gerade machen – nicht schnell genug – ist die Reduzierung unserer System-Administratoren um rund 90 Prozent», sagte er.

«  Niemand hat versucht, die Privatsphäre zu verletzen. »

Keith Alexander
NSA-Chef

Zuvor hatte der ehemalige NSA-System-Administrator Edward Snowden publik gemacht, dass die NSA fast den gesamten weltweiten Internet- und E-Mail-Verkehr überwacht.

NSA-Chef Alexander verteidigte erneut das Vorgehen seiner Behörde, das von der Presse in einem falschen Licht dargestellt werde. «Niemand hat vorsätzlich oder wissentlich Gesetze verletzt oder versucht, Bürgerrechte oder die Privatsphäre zu verletzen», sagte er.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Die Schweiz lauscht mit

    Aus 10vor10 vom 6.8.2013

    Schweizer Sicherheitspolitiker wollen wissen, ob der Schweizer Nachrichtendienst den US-Geheimdienst NSA unterstützt. Die Infrastruktur dazu würde bestehen. So werden in Leuk im Kanton Wallis Handy-, E-Mail- und Telefondaten aus dem Ausland gesammelt.