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International Obama: «Alles deutet auf einen Abschuss durch Separatisten hin»

Der US-Präsident hat keinen Zweifel daran, dass Flug MH17 über der Ostukraine abgeschossen wurde und dass die Rakete aus von Aufständischen besetztem Gebiet abgefeuert wurde. Er fordert eine sofortige Waffenruhe.

Legende: Video Obama macht Moskau mitverantwortlich (englisch) abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
Aus News-Clip vom 18.07.2014.

Nach dem Abschuss eines Passagierflugzeuges über der Ukraine hat US-Präsident Barack Obama eine sofortige Waffenruhe gefordert. Es müsse eine glaubwürdige internationale Untersuchung des Vorfalls geben und die Ermittler dürften dabei nicht behindert werden, sagte Obama in Washington vor den Medien.

Rebellen verantwortlich?

Die Rakete, die das Flugzeug abgeschossen habe, sei aus einem von pro-russischen Separatisten kontrollierten Gebiet abgefeuert worden, sagte Obama. «Wir wissen noch nicht genau, was passiert ist», räumte der Präsident ein. Es wäre aber nicht das erste Mal, dass ein Flugzeug von den Aufständischen abgeschossen worden sei.

Unterstützung durch Moskau

Die Gruppe habe anhaltende Unterstützung von den Russen erhalten. Dazu gehöre Waffentraining und auch Flugabwehrgeschütze. «Es ist unmöglich für die Separatisten ohne Unterstützung Russlands dieses Material zu haben und zu bedienen», so Obama weiter.

Legende: Video Einschätzungen von SRF-Korrespondenten abspielen. Laufzeit 04:33 Minuten.
Aus 10vor10 vom 18.07.2014.

Laut SRF-Korrespondent Arthur Honegger gibt es zwei mögliche Szenarien, die erklären, wie die Rebellen in den Besitz des Lenkwaffen-Systems Buk gelangen konnten. Am Donnerstag sei man noch davon ausgegangen, dass es bei der ukrainischen Armee entwendet wurde. «Heute allerdings sind Informationen aufgetaucht, wonach das Raketensystem über Russland ins Konfliktgebiet geschleust wurde. Das wäre eine dramatische Eskalation.» In den Augen der USA würde Russland dann eine direkte Mitverantwortung für diese Tragödie tragen, wie Honegger weiter sagte.

«Weckruf» für Europa und die Welt

In seiner weiteren Ansprache nannte der US-Präsident den Absturz der Maschine mit 298 Menschen an Bord eine «globale Tragödie» und eine «Schande unaussprechlicher Grösse». Dabei sei auch mindestens ein US-Bürger ums Leben gekommen.

Obama bezeichnete den Vorfall auch als «Weckruf» für Europa und die Welt. Russland forderte er erneut auf, endlich für Frieden in der Ukraine zu sorgen. Eine militärische Rolle der USA in dem Konflikt sehe er nach wie vor nicht.

Liveticker

Hier geht es zu den aktuellsten Entwicklungen des Flugzeugunglücks in der Ukraine.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von S. Beerli, Zürich
    Und ich hätte gerne eine lückenlose Aufklärung was 9/11 betrifft. Wir wissen noch nicht genau was passiert ist.
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  • Kommentar von M.Krebser, Thun
    Es ist eine False Flag Operation ausgeführt von CIA. Es wurden 2 Militärflugzeuge die das Passagierflugzeug escortiert haben auf dem Radar von einem spanischen Fluglotse der am Kiever Flughafen arbeitet, besichtigt. Die Leute von Dorf haben auch 2 Militärflugzeuge beobachtet. Was man noch auf dem Video sieht ist Düppel. Obama ist sehr unglaubhaft nach dem Sie schon so viel gelogen haben und Kriege in anderen Ländern geführt.
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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Putin sagte, zitiere ungefähr: "Ohne diesen Bürgerkrieg in der Ukraine, wäre dieses Flugzeugunglück nicht passiert." Aber WER unterstützt die Ukrainische Regierung, welche mit der Armee auch gegen Zivilisten vorgeht? Glaubt der Westen tatsächlich, dass sie durch Drohungen/Sanktionen, falschen Unterstellungen usw. gegen Russland einen Frieden in der Ukraine fördern? Wobei es ja Russland ist, das immer wieder zum Frieden aufruft. Vom Westen her war diesbezüglich noch nichts zu hören.
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Sie haben hier zwar einmal geschrieben, dass Sie nicht gern als ein Genosse bezeichnet werden, aber was Sie hier zum Besten geben, erinnert sehr stark an die bis 1989 verwendete Rhetorik der sozialistischen Seite. Es war ein sehr einfaches Weltbild: Alles, was vom Westen kam, war bös, und alles, was im real existierenden Sozialismus blühte, war gut. Eigentlich schade für Sie, weil ich Sie für intelligenter halte als die meisten der damals Mitmarschierenden.
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    2. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @J. Stump: Richtig? Es WAR vermutlich ein einfaches Weltbild der Genossen in der Vergangenheit. Doch sind wir doch ganz ehrlich! Die westliche Welt verfügt über ein ebenso einfaches Weltbild:" Alles was vom Russland kommt ist böse!" Beschwört damit Amerika & die EU nicht gerade wieder einen neuen Kalten Krieg herauf? Also persönlich war ich glücklich, als er vorbei gewesen ist. Hätte es den heutigen jungen Menschen gewünscht, dass es auch so bleibt.
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    3. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Dieses einfache westliche Weltbild gegen Russland ist erst in letzter Zeit wieder aufgekommen. Nach der Wende bestand die grosse Hoffnung, dass der Westen und der Osten sich wieder annähern würden, und gerade der "liebe" Clinton und der "sanfte" Jelzin gaben zum Hoffen Anlass. Seit der Machtübernahme Putins ist diese Entwicklung wieder rückläufig, weil er RU wieder zu einer Weltmacht aufbauen will, was vielen natürlich nicht schmeckt. - Kalter Krieg? Immer noch lieber kalt als heiss.
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