Obama schickt Gesandte nach Kairo

Die republikanischen Senatoren John McCain und Lindsey Graham reisen im Auftrag Barack Obamas nach Ägypten. Ihre Aufgabe: Druck auf die neue Führung ausüben, um die Macht rasch an eine Zivilregierung zu übergeben.

John McCain (links) spricht stehend mit dem neben ihm sitzenden Lindsey Graham.

Bildlegende: Die EU entsandte Catherine Ashton – die USA schicken John McCain (links) und Lindsey Graham nach Kairo. Keystone

Nach der Europäischen Union schalten sich nun auch die USA stärker in den Machtkampf in Ägypten ein. Spätestens kommende Woche sollen die Senatoren John McCain und Lindsey Graham im Auftrag von US-Präsident Barack Obama nach Kairo reisen.

Dort wollen die Politiker unter anderem auf eine rasche Übertragung der Macht an eine demokratisch gewählte Regierung drängen, sagte Lindsey Graham dem Nachrichtensender CNN.

Mit der Reise von zwei Republikanern solle deutlich gemacht werden, dass die US-Politik eine einheitliche Linie in Ägypten verfolge. McCain und Graham hatten sich demnach früher bereits mehrfach mit Mitgliedern der Muslimbruderschaft, aus der Mursi stammt, getroffen.

Zu Wochenbeginn war bereits die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton zu Gesprächen nach Kairo gereist. Sie hatte auch den vor einem Monat abgesetzten und inzwischen inhaftierten Präsidenten Mohammed Mursi getroffen. «Es geht ihm gut», sagte sie nach ihrem Treffen mit Mursi.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Mursi sitzt in Untersuchungshaft

    Aus 10vor10 vom 26.7.2013

    Unmittelbar vor geplanten Massenprotesten in Kairo ist gegen den vom Militär gestürzten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi Haftbefehl erlassen worden. Heute Abend sollen bei Ausschreitungen fünf Menschen getötet worden sein.