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International Obama weitet Sanktionen aus – Russland schlägt zurück

Die USA weiten in der Krim-Krise ihre Sanktionen gegen Russland aus. Der Kreml reagiert und verhängt Einreiseverbote gegen neun US-Politiker.

Legende: Video Obama sanktioniert Russland abspielen. Laufzeit 0:34 Minuten.
Vom 20.03.2014.

Die USA weiten in der Krim-Krise ihre Sanktionen gegen Russland aus. US-Präsident Barack Obama erklärte, dass weitere ranghohe russische Regierungsvertreter mit Kontensperrungen und Einreiseverboten belegt würden.

Ausserdem habe Washington eine «Reihe anderer Individuen mit bedeutenden Ressourcen und Einfluss», die Russlands Führung unterstützen, auf die Sanktionsliste gesetzt. Auch gegen eine russische Bank verhängten die USA demnach Strafmassnahmen.

Sanktionen gegen McCain

Das lässt Russland nicht auf sich beruhen. Putin verhängt als Reaktion auf die US-Sanktionen Einreiseverbote gegen neun US-Politiker. Zu den betroffenen Politikern zählen der Sprecher der Republikaner im Repräsentantenhaus, John Boehner, der demokratische Fraktionschef im Senat, Harry Reid, und der prominente republikanische Senator, John McCain. Ebenfalls betroffen sind mehrere Berater von US-Präsident Barack Obama.

Das russische Aussenministerium erklärt, es habe im Vorfeld gewarnt, dass die US-Strafmassnahmen «wie ein Bumerang zu den USA zurückkehren würden». «Es darf keinen Zweifel geben: Wir werden angemessen auf jeden feindlichen Angriff reagieren», heisst es in der Mitteilung.

Obama: «Zutiefst besorgt»

Die USA seien «zutiefst besorgt» über die Entwicklungen in der Ukraine, sagte Obama. Der US-Präsident warnte Moskau vor «weiteren Einfällen in den Süden und Osten der Ukraine» und drohte mit zusätzlichen Strafmassnahmen.

Durch eine neue Verordnung sei ab sofort ausserdem der Weg frei für Sanktionen gegen ganze russische Wirtschaftszweige. Damit haben die USA nun die Möglichkeit, auch den für Russland wichtigen Gas- und Öl-Sektor mit Strafmassnahmen zu belegen.

«Russland isoliert sich»

Sanktionen gegen solche «Schlüsselsektoren» hätten «bedeutende Auswirkungen» auf die russische und die globale Wirtschaft, betonte Obama. «Russland muss wissen, dass es sich durch weitere Eskalation nur weiter von der internationalen Gemeinschaft isoliert.»

Ban und Putin geben sich die Hand
Legende: Während die USA und die EU über Sanktionen reden, versucht UNO-Generalsekretär Ban bei Putin zu vermitteln. Reuters

«Tief besorgt» über den Krim-Konflikt zeigte sich auch UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er hoffe, dass Zeit bleibe für eine genaue Erörterung der Situation, sagte Ban der Agentur Itar-Tass zufolge im Moskauer Kreml. Er hatte sich zuvor auch mit dem russischen Aussenminister Sergej Lawrow getroffen. Am Freitag und Samstag wird Ban in Kiew erwartet.

20 Kommentare

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  • Kommentar von V. Humbert, Carouge
    Ja, ja USA- und EU-Bashing wo man hinliest. Sehr billig. Die Annexion, also eher feindliche Übernahme, der Krim wäre eigentlich bedenklich genug. Was wir jetzt aber sehen: nichtethnisch-russische Ukrainer, die auf der Krim leben, also immerhin Bestandteil der Ukraine über zig Jahrzehnte, werden heute vor die Wahl gestellt: entweder ihr werdet russische Subjekte, oder ihr verlasst die Krim. Das ist die Vorstufe zu befürchtender ethnischer Säuberung.
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    1. Antwort von Hans Weiler, St. Gallen
      Herr Humbert, ethnische Säuberungen sind wohl viel eher auf ukrainischer Seite zu befürchten. „Schnappt Euch die Gewehre, bekämpft die Russensäue, die Deutschen, die Judenschweine und andere Unarten.“ Zitat Oleg Tyagnibok, Svoboda Chef. Putin hat in seiner Rede hingegen zugesichert, dass keine Etnie auf der Krim Nachteile zu befürchten hätte. Na ja, man entscheide selbst, wem man nun eher trauen möchte.
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  • Kommentar von olga frick, triesen
    Na entlich hat es jemand auf denn punkt gebracht.der kommentar von kurt müller(zürich).ist sehr zuteffend.die usa darf machen was si will ob gut oder böse und die eu ist nicht böse.wehe es machen andere das gleiche.dann ist es der weltuntergang.obwohl 95%der krim zu russland zugestimmt haben.irgend wie übersieht man was die mehrheit des volkes von der krim möchte.
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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Ich verstehe Russland nicht. Warum lässt sich Russland so demütigen? Es lässt sich für etwas vom Westen verurteilen, das in Tat und Wahrheit vom Westen verursacht wurde. Ich hätte schon lange das Gas abgestellt und gegenüber dem Kindergarten gesagt: "Meine Herren, so nicht."
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