Obama will die Homo-Ehe zulassen

US-Präsident Barack Obama hat einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Zulassung der Homo-Ehe gemacht. Seine Regierung hat den Obersten Gerichtshof der USA offiziell darum gebeten, das gesetzliche Verbot der Ehe Homosexueller für ungültig zu erklären.

Ein weibliches und ein männliches Paar stehen sich gegenüber.

Bildlegende: Homosexuelle Paare wollen das Recht auf Ehe in den USA. Der Supreme Court wird sich im März damit auseinandersetzen. Keystone/Archiv

Washington will die Homo-Ehe legalisieren. US-Präsident Barack Obama hat deshalb beim Supreme Court beantragt, das Gesetz zur Verteidigung der Ehe (Doma) aus dem Jahr 1996 für ungültig erklären zu lassen. Dieses verstosse gegen die grundlegende in der Verfassung garantierte Gleichheit vor dem Gesetz, heisst es in der Eingabe der Regierung beim obersten US-Gericht.
 
Doma verweigere gleichgeschlechtlichen Paaren, die nach dem Recht einzelner US-Bundestaaten legal verheiratet sind, eine Reihe von Vorteilen, die auf Bundesebene für legal verheiratete gemischtgeschlechtliche Paaren gelten, argumentiert die Regierung. Das Gesetz schreibt die Ehe als Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau fest und gewährt nur solchen Paaren Vorteile bei Steuern, Erbschaften oder Krankenversicherungen.
 
Der Supreme Court will sich ab März mit der Frage der Zulässigkeit homosexueller Ehen befassen. Er reagiert damit auf Klagen homosexueller Paare gegen Doma.
 
Zudem müssen die Richter über die Homo-Ehe in Kalifornien befinden. Dort hatte sich eine Mehrheit dafür ausgesprochen, dass die Ehe Mann und Frau vorbehalten sein soll. Ein Gericht kippte diese Regelung, wogegen Gegner der Homo-Ehe klagten.