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International Obamas digitaler Helfer

Wie kein Politiker vor ihm hat sich Barack Obama die Kraft sozialer Netzwerke zu Nutzen gemacht. Unternehmen können davon viel lernen, findet Teddy Goff. Der Vordenker im demokratischen Wahlkampf-Team verbreitete seine Botschaft bei Schweizer Führungskräften.

Barak Obama im Weissen Haus
Legende: Barak Obama twittert selten alleine. Hierfür hat er einen grossen Stab an Mitarbeiter. Keystone

19 Monate dauerte Obamas Wahlkampf. Mit jedem Tag wurden das Analyse-System seines Teams präziser. Mit jedem Tag trafen die Botschaften ihr Zielpublikum präziser.

Das oberste Ziel war: Die Wähler immer bei der Stange halten. Nicht unbedingt Unentschlossene zu überzeugen versuchen – das gelinge ohnehin nur bei einer verschwindend kleinen Zahl.

Von Wählern zu Konsumenten

Was früher Wähler waren, sind für Teddy Goff heute Konsumenten. Was für die demokratische Partei galt, gilt heute im gleichen Mass auch für Unternehmen, ist Goff überzeugt. Komme die Botschaft an, entstehe Vertrauen.

«Jeder einzelne Wähler entscheidet autonom, was er im Internet anklickt. Darum mussten wir uns die Frage stellen, wie wir uns da einklinken können, in das, was unsere Wähler für wichtig halten», sagte Goff.

Das ist die zentrale Lektion, welche heute Teddy Goff nun Firmen erteilen möchte. Sie sollten akzeptieren, dass Facebook und Twitter eine neue Realität geschaffen haben.

Teddy Goff
Legende: Teddy Goff half US-Präsident Barack Obama über Facebook und Twitter zum Wahlsieg. Twitter

Um das herauszufinden haben Goffs Leute riesige Datenberge durchforstet. Sie verlinkten öffentliche Wählerregister mit Statusmeldungen ihrer Wähler in sozialen Netzwerken – rund um die Uhr. Sie kontaktierten ihre Anhänger immer wieder persönlich, um zu wissen, welche Themen sie beschäftigen. All diese Informationen flossen in eine zentrale Datenbank. Niemand tat dies je zuvor so konsequent und mit solch technischer Raffinesse.

Grenzen von sozialen Netzwerken

Doch trotz aller Systematik, es gibt auch Schwachpunkte, wie Teddy Goff verriet: «Wir können zwar nahezu perfekte Analyse zu Klickraten auf Produktewerbung im Internet erstellen. Wir wissen aber erst wenig darüber, ob Kunden diese Produkte im Laden tatsächlich kaufen».

An der Urne, im Laden – in der realen Welt – entscheiden wir aber über Sieg oder Niederlage. Auch soziale Netzwerke haben eben Grenzen.

6 Kommentare

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  • Kommentar von A. Holenstein, Cross'n'Star
    Barry Soetoro ohne Original-Geburtsurkunde, konnte nicht anders als mit virtueller List zum US-Präsidenten gemacht werden! Als Moslem und Hochgradfreimaurer ist er wohl den Zielen Mekkas mehr verpflichtet, als dem Streben nach Glück der US-Bevölkerung!
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  • Kommentar von Andrea Pauker, Andelfingen
    Ich würde am liebsten alle US-Amerikaner aus dem Land werfen.
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  • Kommentar von kari huber, surin
    Die wichtigste Kompetenz Obamas ist es, die Kräfte von Menschen auch unterschiedlicher Überzeugung zu bündeln und damit Lösungen zu erreichen. Das geht weit über Pippifax wie den Gebrauch sozialer Medien hinaus. Dass nun ein Hilfswilliger seine frühere Funktion dazu nutzt, als Berater Schweizer Firmen zu ködern, hat mit Obama und seinen Qualitäten rein gar nichts zu tun.
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