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International Obamas letzte Rede an die Nation – er verweist auf Grundprobleme

Zum letzten Mal wandte sich US-Präsident Obama an die Nation und erklärte gleich zu Beginn, jede kommende Regierung müsse sich grundsätzlich vier Fragen stellen. Um ihre Ziele zu erreichen, müssten die Amerikaner zusammenarbeiten.

Legende: Video Obamas letzte Rede zur Lage der Nation abspielen. Laufzeit 3:28 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.01.2016.

In seiner siebten und letzten Rede zur Lage der Nation hat US-Präsident Barack Obama seine Bürger zu Gemeinsinn und Offenheit, aber auch zur Wehrhaftigkeit aufgerufen. Er machte auf vier Grundfragen aufmerksam, mit der sich die Nation künftig werde beschäftigen müssen:

  • Wie erhalten alle Menschen eine faire Chance auf Arbeit und Sicherheit? Die Universität müsse für jeden Bürger bezahlbar sein. Die Schere zwischen Arm und Reich dürfe nicht weiter auseinander gehen.
  • Wie bringen wir die Technik dazu, für uns zu arbeiten, und nicht gegen uns? Amerika solle das Land sein, das Krebs ein für alle mal heilt. Ausserdem müssten angesichts des Klimawandels die erneuerbaren Energien ausgebaut werden.
  • Wie können die USA die Welt sicherer machen, ohne zum Polizisten zu werden? Die US-Regierung werde sich weiter auf die Zerstörung des IS konzentrieren. Zugleich warnte er, die von ihm ausgehende Gefahr zu übertreiben. «Er bedroht nicht unsere nationale Existenz.»
  • Und wie können wir über uns nachdenken, indem wir das Beste sehen – und nicht das Schlimmste?

Um diese Ziele zu erreichen, müssten die Amerikaner zusammenarbeiten. Das Gerede über den wirtschaftlichen Niedergang Amerikas sei heisse Luft, sagte er. Die USA seien nach wie vor die mächtigste Nation der Erde.

Angst ist ein schlechter Partner

«Amerika hat bereits zuvor grosse Veränderungen erlebt», sagte Obama. «Jedes Mal gab es jene, die uns gesagt haben, Angst vor der Zukunft zu haben. Die behauptet haben, den Wandel bremsen zu können. Die versprochen haben, früheren Glanz wiederherzustellen, wenn wir nur eine Gruppe oder eine Idee, die Amerika bedroht, unter Kontrolle bekommen.»

Obama spielte damit auf den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump, der Stimmung gegen illegale Einwanderer und Muslime macht.

Nachfolger in den Startlöchern

Obamas Amtszeit geht Anfang 2017 zu Ende, sein Nachfolger wird am 8. November 2016 gewählt. Der Präsident darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Bei seinen Demokraten gilt die frühere Aussenministerin Hillary Clinton als klare Favoritin für die Kandidatur. Bei den Republikanern zeichnet sich ein enges Rennen ab, derzeit führt in parteiinternen Umfragen Trump.

27 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Die USA braucht vor allem ein funktionierendes Bildungssystem, selten habe ich so viele Chauvinisten und Sekten vernommen wie in den USA. Dieses Land ist in zwei Lager getrennt, in die vom letzten Jahrhundert und die fortschrittlich Gebildeten. Ein grossartiges Land, dass bei weitem hinter ihren Möglichkeiten geblieben ist. Es bleibt zu hoffen, dass die USA den stabilen Weg des Friedens gehen möge, um Wohlstand für alle zu schaffen.
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  • Kommentar von Urs Sahli (sahliu)
    Mag sein, dass nicht alles zum Besten bestellt ist in Amerika und gewisse Vorkommnisse zu hinterfragen sind. Aber etwas scheint mir sehr wichtig und die heutige Generation vergisst das leider, weil sie es nicht miterlebt hat. Wo würden wir Europäer heute stehen, wenn die Amis für uns nicht den Kopf hingehalten hätten im 2. Weltkrieg? Hätten sie ja nicht tun müssen, sie leben ja auf einem anderen Kontinent. Auch mal über das nachdenken, bevor man in die Tasten greift.
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    1. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Ja, richtig. Die Europäer waren und sind heute noch dankbar dafür. Allerdings hat sich heute die Strategie der US-Kriegsmaschinerie geändert oder besser gesagt, verschärft. Heute werden vermehrt Regierungen destabilisiert durch den CIA und Angriffskriege geführt zur Erschliessung von Rohstoffmärkten (Quelle: Reden von Präsidentschaftsanwärterinnen, Wikipedie "Operation Ajax", Operation "Northworth" uvm.)
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  • Kommentar von N. Belg (Sinilga)
    Flop, Fiasko und so weiter und bla-bla. Das schlimmste, dass es bei heutigen Kandidaten auch keine Hoffnung auf Weltbesserung gibt. Fast alle haben nur Kriegsrethorik.
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