Österreich wählt erneut einen Staatspräsidenten

Präsidentenwahlen auf österreichisch sind eine zähe Angelegenheit. Der Leim der Wahlkuverts hat sich gelöst und den Urnengang um Wochen verzögert. Nun steht ein neues Datum fest. Am 4. Dezember sollen die Bürger noch einmal ihre Stimme abgeben.

Nicht verschlossen, nicht gültig: eine Wählerkarte.

Bildlegende: Nicht verschlossen, nicht gültig: eine Wählerkarte. Keystone

Der österreichische Nationalrat hat die Verschiebung der Präsidentenwahl gutgeheissen. Nach massiven Problemen mit defekten Wahlkuverts wird am 4. Dezember nocheinmal gewählt. Ursprünglich sollte die Wiederholung der annullierten Stichwahl bereits Anfang Oktober stattfinden.

Schadhafter Leim der Wählerkuverts hatte zur Verschiebung geführt, weil er sich löste. Wenn Wahlkuverts nicht verschlossen sind, wird die abgegebenen Stimme ungültig.

Der Nationalrat beschloss auch eine Aktualisierung der Wählerverzeichnisse. Jugendliche, die in den vergangenen Monaten 16 Jahre geworden sind, können nun auch ihre Stimme abgeben.

Der von den Grünen unterstützte Alexander Van der Bellen (72) kämpft erneut gegen den Norbert Hofer (45) von der FPÖ. Ersterer siegte beim aufgehobenen zweiten Wahlgang knapp. Der Verfassungsgerichtshof hob die zweite Runde wegen diverser Auszählungsfehler auf.