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Offensive gegen Kurden Zentrum von Afrin vollständig unter türkischer Kontrolle

Legende: Video Türkische Armee erobert Afrin abspielen. Laufzeit 01:29 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.03.2018.
  • Türkische Soldaten sind in die nord-syrische Stadt Afrin eingedrungen.
  • In den vergangenen Tagen waren angesichts der türkischen Offensive Zehntausende Menschen aus Afrin geflohen.
  • Eine Bestätigung von kurdischer Seite blieb zunächst aus.

Fast zwei Monate nach Beginn der Militäroffensive gegen die Kurdenmiliz YPG hat die türkische Armee und mit ihr verbündete Rebellen das Zentrum der nordwestsyrischen Stadt Afrin unter ihre Kontrolle gebracht.

Die Türkei hatte den Militäreinsatz gegen die YPG am 20. Januar begonnen. Sie sieht die YPG wegen ihrer engen Verbindungen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK als Terrororganisation. Die PKK steht in der Türkei, Europa und den USA auf der Terrorliste. Die YPG dagegen ist ein wichtiger Partner der USA im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Legende: Video Einschätzungen von SRF-Korrespondentin Ruth Bossart abspielen. Laufzeit 01:58 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.03.2018.

Türkische Fahnen in Afrin

Die türkischen Streitkräfte (TSK) teilten mit, das Gebiet werde nun von Minen und Sprengsätzen gesäubert. Auf von der Armee verbreiteten Bildern waren mit türkischen Fahnen geschmückte Panzer zu sehen, die demnach durch die Strassen Afrins rollten.

Nach Angaben der «Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte» wurden seit Beginn der türkischen Offensive 289 Zivilisten getötet. Die Türkei dagegen bestreitet, dass es zivile Opfer gegeben habe.

In dem seit sieben Jahren wütenden Bürgerkrieg sind die Angaben der Beobachtungsstelle – wie auch jene der Konfliktparteien – für Medien jedoch kaum zu überprüfen.

Legende: Video Krieg gegen Afrin abspielen. Laufzeit 31:34 Minuten.
Aus #SRFglobal vom 01.03.2018.

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67 Kommentare

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  • Kommentar von Ilse König (königin)
    Erinnert sich noch jemand an meine Worte, dass Erdogan wieder das Grosstürkische Reich anpeilt? Das war ein weiterer Schritt. Wie viele Menschen durch Bomben in der Türkei wieder sterben werden, ist dem grössenwahnsinnigen Erdogan egal. Wann endlich erwachen die Türkischen Bürger, was für ein offenbar kranker Staatschef in Ankara auch noch die Diktatur anstrebt?
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  • Kommentar von max baumann (phönix)
    Und wieder betreibt die Türkei ethnische Säuberungen. Früher waren es die Armenier und heute sind es die Kurden. Und wieder schaut die Weltgemeinschaft zu ! Die Kurden waren bei der Besiegung des IS ein entscheidender Faktor. Die Grossmächte interessiert nur noch Einfluss und Machtausbau in dieser Region. Die Kurden sollen doch schauen wo sie bleiben. SCHANDE über die Grossmächte !!!!!
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  • Kommentar von Dany Burkhardt (buda)
    ja..und es ist nicht zu vergessen das die Türken auch in Zypern eingefallen sind..das einzige Land im europäischen Kontinent, das in fremde Länder einfällt...schreckliche Erinnerungen werden wach...und Europa und vorallem Merkel schauen zu und machen das Herzchen
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