Zum Inhalt springen

International Ostukraine: Waffenabzug vereinbart – geschossen wird trotzdem

Trotz einer Einigung über den Abzug leichter Waffen gehen die Kämpfe in der Ostukraine weiter. Pro-russische Separatisten sollen ukrainische Stelllungen angegriffen haben.

Soldat steht vor einem OSZE-Auto.
Legende: Im Ukraine-Konflikt vermittelt die OSZE immer wieder zwischen den Parteien in der Region Donbass. Keystone/Archiv

Trotz eines vereinbarten Waffenabzugs in der Ostukraine geht im Kriegsgebiet Donbass der Beschuss mit schwerem Kriegsgerät weiter. Die Armeeführung in Kiew warf den pro-russischen Separatisten vor, Stellungen des Militärs mit Granatwerfern und Panzern unter Feuer genommen zu haben.

Legende: Video In der Ukraine gehen die Kampfhandlungen weiter abspielen. Laufzeit 1:17 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 22.07.2015.

Die Konfliktparteien hatten sich der OSZE zufolge am Dienstag grundsätzlich auf den Abzug bestimmter Waffen von der Frontlinie im Donbass verständigt. Ein Abkommen sei aber nicht unterzeichnet worden, sagte Martin Sajdik, Vertreter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) in der Ukraine-Kontaktgruppe. «Vereinbart wurde nur ein Terminplan für den Abzug von Panzern und schweren Artilleriesystemen mit einem Kaliber von weniger als 100 Millimetern», sagte der österreichische Diplomat.

OSZE kann nichts Konkretes vermelden

Die pro-russischen Separatisten hatten den Abzug unlängst einseitig angekündigt. Die OSZE beobachtete danach im Kriegsgebiet Donbass zwar Waffentransporte, konnte aber konkrete Schritte nicht bestätigen.

Armee und Aufständische hatten im Februar bereits den Abzug schwerer Waffen vereinbart, allerdings hapert es an der Umsetzung. Im Donbass kommt es weiterhin fast täglich zu Gewalt auch mit zivilen Opfern.

Anhänger des ultranationalistischen Rechten Sektors protestierten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew unterdessen gegen die pro-westliche Regierung. Beobachter schätzten die Zahl der Teilnehmer auf zunächst etwa 2000. Die Sicherheitskräfte hielten sich demnach im Hintergrund.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

68 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ignaz Hufschmid, Zürich
    Allen Beteiligten (auch den Kommentarschreibern) wünsche ich die Erkenntnis und den Mut die konstruktiven Wege hin zum Frieden zu gehen. Einige wenige hetzen Euch aufeinander. Wachet auf! Wir alle profitieren wesentlich mehr von einem friedlichen und fairen Umgang miteinander.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von C. Szabo, Thal
    Auf Grund der NSU-Ereignisse erweist es sich als fatal, dass man nach dem 2. WK auf Ex-Nazis angewiesen schien. Die Saat ist wieder aufgegangen, wie man auch bei den RU-Hassern sieht. In der UA herrscht dank Rechten Gruppen bereits wieder eine unheilvolle Stimmung. Wer die grössten Kriegshetzer der Neuzeit unterstützt, zeigt sein wahres Gesicht. Jede Erwiderung ist da zwecklos.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Marcel Chauvet, Neustadt
      @Szabo: "Jede Erwiderung ist da zwecklos" Lassen Sie doch ruhig mal Ihren Worten Taten folgen. Befürchte allerdings, dass das wieder mal leere Versprechungen sind. Und wer anderer Meinung als Sie oder die gleichgeschaltete russische Propaganda ist, dann hat das nichts mit Russen-Hass zu tun. Immer das gleiche Lied wie zu Zeiten kommunistischer Propaganda: Willst du nicht mein Bruder sein, dann bist du ein schäbiger Faschist. Und Sie halten wohl Putin auch noch des Friedensnobelpreises würdig?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von P. Manser, St. Gallen
    Die Armeeführung in Kiew warf den pro-russischen Separatisten vor, Stellungen des Militärs mit Granatwerfern und Panzern unter Feuer genommen zu haben. Nach den Meldungen, die Kiev seit dem letzten Jahr gemacht hat, müsste in der Ost-U das komplette ru. Heer stehen. Beweise fehlen wie immer, oder sie stimmen vom Typ oder Land (Fotos von Panzern des weissru. Heeres) her nicht überein. Niemand bestreitet das es die Separatisten oder ru. Waffen in der Ost-U gib, aber vieles bleibt Kiev schuldig.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von m.mitulla, wil
      Nach meiner Meinung sollte sich Europa nicht in den Krieg hineinziehen lassen. Sollte nämlich die USA/ Nato aus der Ukraine aussteigen, hinterliessen sie der EU einen gewaltigen Scherbenhaufen. Nach dem Atom-Deal mit dem Iran sollen sich Obama und Putin etwas angenähert haben - die Sanktionen müssen jedenfalls von Europa getragen werden, während die USA sich nicht in die Karten schauen lassen. Nach dem neuen Assoziierungsabkommen übernimmt die EU den Aufbau der Ukraine... voll.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Wenn schon, m.mitulla, hat der Iran-Deal gezeigt, was erreicht werden könnte, wenn sich Putin von seiner kooperativen Seite zeigt. Dies hat er aber nur getan, weil es für ihn ungemütlich wäre, eine neue Atommacht an seiner Südflanke zu haben. Daraus ein generelles "Tauwetter" abzuleiten, wäre verfehlt. Und überhaupt: Sie werden ja nicht müde, zu behaupten, die USA bereiteten in der UA den 3. Weltkrieg vor :-) Und plötzlich sollen sie jetzt "aussteigen"?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @F. B: Wie kommt es, dass u. a auch von Ihnen die Amis so idealisiert werden, obwohl sie so oft Verbrechen an der Menschheit begehen, begangen haben? Atombomben über Japan, Pestizide über Vietnam, Folterlager usw. usw. usw. Wurde Amerika jemals für seine Verbrechen angeklagt? Mussten sie sich dafür verantworten? Wurde ihnen deshalb Menschenrechtsverletzung vor geworfen? Ihr Motto ist:" Wir dürfen alles tun, ihr aber nicht,", so viel Selbstgefälligkeit "stinkt" mir persönlich sehr.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      E.Waeden, was hat Ihre Anti-USA-Tirade mit dem zu tun, was ich geschrieben habe? Natürlich können wir jetzt eine lange Diskussion über Atombomben, Vietnamkrieg, Guantanamo usw. anfangen. Hier geht es aber einfach darum, dass RF und USA gemeinsam sehr viele Probleme lösen könnten, wenn der Wille zur Kooperation gleich gross wäre wie im Fall Iran. Schade, dass Herr Putin es für nötig hält, z.B. in Syrien oder in der Ukraine derart – sagen wir: eigensinnig aufzutreten!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    5. Antwort von David Neuhaus, Winterthur
      @Waeden, diese Selbstgefälligkeit, Arroganz und Menschenverachtende Gesinnung "stinkt" nicht nur Ihnen sondern jeden der Gerechtigkeit und Anstand als wichtig erachtet Und genug Rückgrat besitzt auch selbstkritisch zu sein!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    6. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Gerechtigkeit und Anstand, D.Neuhaus? Dann schauen wir doch einmal, auf welche Leute sich der von Ihnen so geschätzte Putin stützt, um seine "anständige" Politik vor Ort durchzusetzen: Da hätten wir z.B. den Separatistenführer Arsenij Pawlow, der Gefangene eigenhändig foltert und erschiesst und auch noch stolz darauf ist, oder den nicht minder kriminellen Tschetschenen-Präsidenten Ramsan Kadyrow. Auch der skrupellose syrische Diktator Asad gehört zu diesem "Klub". Was meinen Sie dazu??
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    7. Antwort von David Neuhaus, Winterthur
      Wir im Westen und unsere "Freunde" aus der USA haben einen blutigen Putsch in der Kiew gefördert und unterstützt! Über 100 Personen haben WIR dafür geopfert. Dann haben WIR Faschisten unterstützt die mit Panzer gegen Ostukrainische Bürger gefahren sind, ein Massaker in Odessa zugelassen und eine noch nie gesehene Antirussland Propaganda gestartet. Was der Russe und andere tun geht mich nichts an, ich bin verantwortlich für meine, UNSERE Taten. Erbärmlich andere zu kritisieren! Sehr schwach....
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    8. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      D.Neuhaus, Sie weichen aus :-) Ich habe Sie gefragt, was Sie von den Herren Pawlow, Kadyrow, Asad halten, ob Sie es in Ordnung finden, was diese Leute als Putins "willige Vollstrecker" tun! Nach Ihrer Logik darf "der Russe" tun und lassen, was er will, und niemand hat das Recht, auch nur die leiseste Kritik zu üben. Und was die "noch nie gesehene Anti-Russland-Propaganda" betrifft: Wissen Sie eigentlich, wie tagtäglich an Putins Staatsfernsehen gegen uns gehetzt wird?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen