«Panama Papers»: Hausdurchsuchung bei Anwaltskanzlei

Ermittler in Panama haben die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca durchsucht, von der die «Panama Papers» stammen.

Das Firmenschild von Mossack Fonseca an einem Gebäude in Panama Stadt»

Bildlegende: Im Zentrum der Affäre um die «Panama Papers»: Die Kanzlei Mossack Fonseca Keystone

Die Beamten hätten Belege gesucht, dass die Kanzlei Mossack Fonseca in illegale Aktivitäten verwickelt sei, teilte die neu gegründete Staatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität in Panama-Stadt mit. Die Razzia habe am späten Dienstagabend stattgefunden.

Nach einjähriger gemeinsamer Recherche hatten Dutzende Medien weltweit über gut 200'000 Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker und Prominente ihr Vermögen geparkt haben sollen. Weil sich dort die wahren Eigentümer verschleiern lassen, stehen Vermutungen über Geldwäsche und Steuerhinterziehung im Raum.

Die Unternehmen aus den «Panama Papers» wurden den Berichten zufolge zum Teil von Mossack Fonseca gegründet. Die Kanzlei bestreitet, in illegale Geschäfte verwickelt zu sein. Ein Mitbegründer der Kanzlei, Ramon Fonseca, beteuerte am Samstag, nur legale und international übliche Geschäfte betrieben zu haben.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • «Panama Papers» eine Woche danach

    Aus Tagesschau vom 10.4.2016

    Eine Woche ist es her, dass die Panama Papers enthüllt worden sind. Dutzende Länder haben Ermittlungen eingeleitet. zahlreiche Spitzenpolitiker und Sportstars müssen sich wegen ihrer Beteiligung an Offshore-Firmen erklären. Erstes offizielles «Opfer» ist der isländische Ministerpräsident Sigmundur Günlaugsson, der seinen Rücktritt bekannt gab.

  • «Panama Papers» schlagen weiter grosse Wellen

    Aus Tagesschau vom 8.4.2016

    In Argentinien fordern Tausende den Rücktritt des Präsidenten Mauricio Macri. Er soll Direktor einer Offshore-Firma gewesen sein. Macri betont seine Unschuld. In Grossbritannien gerät Premier David Cameron in Erklärungsnot.