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International Papst fordert Ende der sexuellen Ausbeutung

In seiner Rede vor den Vereinten Nationen in New York hat Papst Franziskus zu ökologischen und sozialen Reformen aufgerufen. Auch forderte er effiziente Institutionen zur Überwindung der sexuellen Ausbeutung, der Sklavenarbeit und der Prostitution.

Legende: Video Papst Franziskus warnt vor der UNO-Vollversammlung abspielen. Laufzeit 3:13 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.09.2015.

Papst Franziskus hat in seiner Rede vor UNO-Vollversammlung die von Menschen verursachte Zerstörung der Umwelt scharf kritisiert. «Jede Schädigung der Umwelt ist eine Schädigung der Menschheit», sagte der Pontifex.

Beim UNO-Gipfel der sogenannten Nachhaltigkeitsziele rief Papst Franziskus die Staatengemeinschaft eindringlich zu schnellen ökologischen und sozialen Reformen weltweit auf. «Die ökologische Krise könnte zusammen mit der Zerstörung eines grossen Teils der biologischen Vielfalt die Existenz der Spezies Mensch selbst in Gefahr bringen», sagte der Papst

Kritik an der kapitalistischen Logik

Angesichts der «unheilvollen Auswirkungen einer unverantwortlichen Zügellosigkeit der allein von Gewinn- und Machtstreben geleiteten Weltwirtschaft» forderte der Papst ein Umdenken. Die Welt sei heute so eng miteinander verbunden, dass sich Probleme in einem Teil der Welt auch in anderen zeigten.

Der Pabst Franziskus am UN-Rednerpult
Legende: Der Papst lobte die UN als unverzichtbare Organisation zum friedlichen Ausgleich von Interessen zwischen Nationen. Reuters

Zugleich lobte der Papst die UNO als unverzichtbare Organisation zum friedlichen Ausgleich von Interessen zwischen Nationen sowie das Atomabkommen mit Iran. Dieses sei ein Beweis dafür, was man mit politischem guten Willen erreichen könne.

Überwindung der sexuellen Ausbeutung

Der UNO-Gipfel will in New York eine Agenda 2030 mit 17 Entwicklungszielen beschliessen – als Nachfolge der Millenniums-Entwicklungsziele, die von 2000 bis 2015 gesetzt waren.

Der Papst forderte mit Blick auf diese Agenda globale Entscheidungen zur Überwindung der sexuellen Ausbeutung von Knaben und Mädchen, der Sklavenarbeit einschliesslich der Prostitution, des Drogen- und Waffenhandels. Die Institutionen müssten wirklich effizient sein im Kampf gegen diese Plagen.

Erste Papstrede vor Vollversammlung

Mit seiner Rede vor den UNO schrieb der Franziskus Geschichte. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon bemerkte vor der Rede von Papst Franziskus, niemals habe zuvor ein Papst die jährliche Vollversammlung eröffnet. Ban dankte dem Papst für seinen Einsatz im Kampf gegen den Klimawandel und für die Würde aller Menschen und lobte ihn als «Mann des Glaubens für alle Glaubensrichtungen».

4 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Lieber Papst... Der Waffenhandel ist in den Haenden der Regierungen.., Drogen... solange sie verboten sind macht man damit Geschaefte die toeten! Sklavenarbeit.. da geh mal nach CHINA und Indien etc.. ja und Prostitution... DAS aelteste Gewerbe der Welt... das ist sozial notwendig, was verboten werden muss sind nicht die Prostituierten sondern die Zuhaelter und Ausbeuter.
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  • Kommentar von Ewald Rudolf von Rohr (Ewaldos)
    Papst Franziskus ist o. k.! Natürlich haben wir es nicht gerne, wenn man uns den Spiegel hinhält. Seine Botschaft jedoch auf Kondome, Schwule und Pädophile reduzieren zu wollen ist Unsinn. In unserem Land haben wir es gut. Keiner ist auf seinen Nächsten angewiesen und wenn wir alt und einsam sind, können wir mit dem Hund spazieren gehen.
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  • Kommentar von J. Peter (J. Peter)
    die mag ich besonders gern. grosse reden schwingen und selber hunderte missbrauchsfälle im eigenen verein. vatikanbank als geldwäschemaschine benutzt. anderen sagen zu wollen, wie sie zu leben haben. erinnert mich irgendwie an den islam. der darf aber sein gedankengut nicht vor der uno verbreiten, den pabst brauchen wir dazu sicher auch nicht. ohne religionen hätten wir eine wunderbare welt, ethik ist angesagt. also bitte erst selber humanität zeigen bevor man andere dazu aufruft.
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