Papst Franziskus schafft Beratergremium

Papst Franziskus hat an der Spitze der katholischen Kirche ein neues Gremium mit acht Kardinälen eingerichtet, das ihn beraten und unterstützen soll. Die Kardinäle stammen aus fünf Kontinenten.

Papst Franziskus

Bildlegende: Papst Franziskus geht seinen eigenen Weg im Vatikan. Keystone

Aufgabe des neuen Gremiums ist es, Franziskus zu beraten und Vorschläge für die Neuordnung der Konstitution über die römischen Kurie zu erarbeiten. Damit bleibt Franziskus seinem Stil treu und setzt einen Monat nach seiner Wahl eine grundlegende Neuerung an der Spitze der katholischen Kirche durch.

«Revolution des Franziskus»

Die Tageszeitung «La Repubblica» berichtete vorab von der Einrichtung und schrieb von einer «Revolution des Franziskus». Der Papst sei nun kein Alleinherrscher mehr und werde bei Entscheidungen unterstützt.

Mitglieder der Gruppe sind unter anderen der deutsche Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, der italienische Kurienkardinal Giuseppe Bertello, der Erzbischof von Boston, Sean Patrick O'Malley, und der Kongolese Laurent Monsengwo Pasinya.

Die Einführung eines solchen Gremiums ist ein Vorschlag aus der Generalkongregation vor Beginn des Konklaves gewesen, den Franziskus nun aufgreift. Das erste Treffen der Gruppe soll vom 1. bis 3. Oktober stattfinden.