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International Papst nimmt 12 Flüchtlinge von Lesbos mit nach Rom

Papst Franziskus hat auf der griechischen Ägäis-Insel Lesbos der Hunderten Flüchtlinge gedacht, die im Mittelmeer ums Leben kamen. Bei seiner Rückreise nahm der Pontifex mehrere Flüchtlinge mit.

Legende: Video «Papst bei den Flüchtlingen auf Lesbos» abspielen. Laufzeit 1:23 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.04.2016.

Das katholische Kirchenoberhaupt, der griechisch-orthodoxe Patriarch Bartholomaios I. und der orthodoxe Erzbischof Hieronymus II. warfen im Hafen der Hauptortschaft Mytilini drei Kränze ins Meer. «Wir sind alle Flüchtlinge», sagte der Papst.

Zuvor hatten die drei Geistlichen für die Seelen der Menschen und vor allem der Kinder gebetet, die «es nie geschafft haben», wie der griechische Erzbischof sagte. Im Aufnahmelager begrüsste der Argentinier etwa 250 Asylbewerber persönlich.

Unter ihnen waren auch Kinder, von denen viele ohne Eltern übers Meer gekommen waren. Einige von ihnen streckten dem Papst Blätter entgegen, es waren Bilder, die sie für den Papst gezeichnet hatten. Franziskus steckte die Zettel ein, so SRF-Korrespondent Franco Battel.

Zwölf Flüchtlinge begleiten den Papst nach Rom

Legende: Video «Papst nimmt Flüchtlinge nach Rom» abspielen. Laufzeit 0:40 Minuten.
Vom 16.04.2016.

Auf der Rückreise nach Rom nahm das Kirchenoberhaupt zwölf Flüchtlinge mit, darunter sechs Kinder. Gemäss Franco Battel handelt es sich um drei syrische Familien, die von der katholischen Laienorganisation Sant'Egidio beherbergt werden sollen.

Kommentatoren werten die Geste als Zeichen der Unterstützung von Griechenland und als Kritik an einer Politik der Abgrenzung und geschlossenen Grenzen in Europa.

Flüchtlinge sind keine Nummer in der Statistik

Die beiden Kirchenoberhäupter hatten am Vormittag ein Flüchtlingslager auf Lesbos besucht und den Schutzsuchenden Mut zugesprochen. Der Pontifex bedankte sich bei den griechischen Bürgern für ihre Hilfsbereitschaft in der Flüchtlingskrise. «Ich bewundere das griechische Volk, das trotz seiner eigenen grossen Schwierigkeiten seine Herzen und Türen offen gehalten hat», sagte er bei einem Treffen mit Inselbewohnern und der christlichen Gemeinde am Hafen der Inselhauptstadt Mytilini.

Legende: Video «Einschätzungen von SRF-Korrespondent Philipp Zahn» abspielen. Laufzeit 1:32 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 16.04.2016.

«Die Sorgen, die sowohl in Griechenland als auch europaweit von Menschen und Institutionen geäussert werden, sind verständlich und legitim», sagte der Papst mit Blick auf die kontroverse Diskussion über die Flüchtlingskrise. Man dürfe dabei jedoch nicht vergessen, dass Flüchtlinge keine Nummer in der Statistik seien, sondern Menschen mit Gesichtern, Namen und ihrer jeweiligen Lebensgeschichte.

Besuch mit politischer Botschaft

«Europa ist die Heimat der Menschenrechte, und wer auch immer seinen Fuss auf europäischen Boden setzt, sollte das spüren, sollte diese Rechte respektieren und dafür kämpfen.» Leider hätten es viele nicht einmal bis zu den rettenden Ufern geschafft, sagte Franziskus.

Offiziell ist es kein politischer Besuch, wie SRF-Korrespondent Philipp Zahn erklärt. «Aber er hat ganz klar eine politische Botschaft.» Diese richte sich ganz klar an die europäischen Politiker, welche es nicht bewerkstelligen könnten, die Grenzen zu Europa einfach zu schliessen.

Der Papst forderte die internationale Politik zum Handeln auf. Vor allem sei es notwendig, Frieden zu schaffen dort, wo der Krieg Zerstörung und Tod gebracht habe. «Um das zu tun, bedarf es resoluter Bemühungen, dem Waffenhandel und Waffenschmuggel entgegenzutreten.» Das wiederum verlange die Kooperation von Nationen und internationalen Organisationen.

61 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Morgenthaler (ChM)
    Wow... der Papst hat 12 Flüchtlinge aufgenommen, was für ein Akt von grosszügiger chrisrlicher Nächstenliebe, ich bin überwältigt. Den auf der Insel verbleibenden hat er Mut zugesprochen. Toll, damit können die sich midestens einen Monat lang ernähren.
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  • Kommentar von Otto Murbach (OttoMurbach)
    Es ist traurig und zugleich erschreckend festzustellen, dass es Menschen gibt, die einen Mann, der nichts anderes tut als uns Barmherzigkeit und Liebe deinen nächsten wie dich selbst, aufzeigt und vorlebt, zu verurteilen, wie es schon vor zweitausend Jahren geschah!
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    1. Antwort von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
      O. Murbach "der nichts anderes tut als..." Es zählen auch Dinge, die man nicht tut, aber längst fällig wären. Er selber hat einmal das Thema mit den Karnickeln angeschnitten, jedoch leider nicht zu Ende geführt. Es gibt kaum ein Problem auf Erden, welches nicht mit Überbevölkerung zu begründen ist!
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    2. Antwort von Otto Murbach (OttoMurbach)
      Beppie Hermann. Wenn alles richtig laufen würde, gäbe es keine "Überbevölkerung". Was es aber gibt ist Überschuss und Mangel. Würde alles auf Alle richtig verteilt, gäbe es keine Leidenden. Auch das dreinpfuschen in die Schöpfung ist Teil der Misere.
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  • Kommentar von c jaschko (let there be peace on earth)
    Kirchen Oberhäupter von Vatikan haben Residenzen von bis zu 300 m2 in Rom und die Vatikan Bank kann nur 3 Familien vermitteln :-) Ziemlich eine schwache Leistung wenn dass alles ist was die Bank die Milliarden von Einnahmen hat, vollbringen kann :-) Ich denke das Weitere Bestehen der Bank und die Frage wieso es sie überhaupt noch geben muss hat sich jetzt damit erübrigt :-) Vatikan Bank ist ein zu 99,99% Nehmer und kein Zurück Geber :-) Wir leben in einer Raub Tier Welt wo nur genommen wird :-)
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