Papst predigt für Frieden und gegen Sklaverei

Franziskus hat in Rom seine Neujahrsmesse gehalten. Darin rief er auf, am heutigen Weltfriedenstag Brüder, nicht Knechte, zu sein. Auch die moderne Sklaverei stellte Franziskus ins Zentrum seiner Predigt.

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Der Papst beim Angelusgebet (italienisch)

1:19 min, vom 1.1.2015

Der Papst hat am Neujahrstag zum Frieden aufgerufen. «In diesem Jahr speziell lautet die Botschaft zum Weltfriedenstag: Nicht mehr Knechte, sondern Brüder», sagte Franziskus in seiner Neujahrsmesse im Petersdom in Rom.

Er mahnte zu «Frieden in den Herzen, Frieden in den Familien, Frieden unter den Nationen». Der Neujahrstag ist in der katholischen Kirche traditionell der Weltfriedenstag.

Jeder sei berufen, gegen die «modernen Formen der Sklaverei» zu kämpfen, fuhr das Oberhaupt der Katholiken fort. «Aus allen Völkern, Kulturen und Religionen vereinen wir unsere Anstrengungen.»

Deutsches Dankeschön

Anschliessend sprach er vom Fenster der päpstlichen Wohnung im Apostolischen Palast zu rund 50'000 Zuschauern am Petersplatz das Angelusgebet. «Frieden ist immer möglich, wir müssen ihn suchen.»

Bei strahlend blauem Himmel und eiskalten Temperaturen grüsste der Papst danach speziell deutsche Sternsinger, die laut Vatikan aus der Diözese Fulda kamen.

Er danke allen Sternsingern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die von Tür zu Tür gingen und Geschenke für bedürftige Kinder sammelten. «Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr», sagte Franziskus auf Deutsch.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

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    Aus Tagesschau vom 25.12.2014

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