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Papstwahl Papst: «Betet weiterhin für mich»

Zwei Tage nach seiner Rücktrittsankündigung hat sich Papst Benedikt XVI. bei den Gläubigen für die Gebete und die Anteilnahme «in diesen für mich schwierigen Tagen» bedankt. «Betet weiterhin für mich, für die Kirche und für den künftigen Papst.»

Legende: Video Erste Audienz nach Rücktrittsankündigung abspielen. Laufzeit 1:10 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 13.02.2013.

Die Generalaudienz in Rom war der erste Auftritt des scheidenden Kirchenoberhauptes seit der historischen Rücktrittsankündigung. Benedikt erklärte nochmals die Gründe, die zu seinem Entscheid geführt hätten. Er sei «in voller Freiheit» zum Wohle der Kirche gefallen.

Keine besondere Feier

Seine Ausführungen, die sich auch um den Beginn der Fastenzeit drehten, wurden von Applaus unterbrochen und begleitet. Bereits Stunden vor der Generalaudienz waren die Gläubigen zum Petersplatz gekommen und hatten die Reihen der 12'000 Menschen fassenden Halle gefüllt.

Am Nachmittag will der 85-Jährige im Petersdom in Rom die Aschermittwoch-Liturgie zum Beginn der Fastenzeit feiern. Auch dazu wird ein grosser Andrang von Gläubigen, Kardinälen, Bischöfen und Touristen erwartet. Deshalb wurde die Feier eigens von der Kirche Santa Sabina auf dem Aventin-Hügel in den grösseren Petersdom verlegt.
 

Papst beim Gebet in Jerusalem.
Legende: Der Papst bedankt sich bei den Gläubigen. Keystone

Auch nach seiner Rücktrittankündigung nimmt Benedikt weiter Termine wahr. Dazu gehören Treffen mit Bischöfen und Staatsgästen. Am 27. Februar wird der Papst seine letzte Generalaudienz auf dem Petersplatz abhalten. Andere besondere Veranstaltungen zum Ende seines Pontifikats sind laut Vatikan nicht geplant.

117 Kardinäle wählen

Am 28. Februar wird Benedikt sein Pontifikat aufgeben. Das hat es in der Neuzeit noch nie gegeben. Dann beginnt innerhalb von 15 bis 20 Tagen das Konklave, das seinen Nachfolger wählt. Dem Gremium gehören voraussichtlich 117 Kardinäle an. Bis Ostern soll feststehen, wer neuer Papst wird.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Schwaller, Hubersdorf
    Ja,ich bete für den Papst,ja ich bin konservativ und trotztem kann ich die Menscheit lieben und für sie beten.Ich danke dem Papst für seine bemühungen um die einheit der Christen,auch die der Pristerbruderschaft.Deo gràtias
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  • Kommentar von georgios rafailis, bern
    ja, es darf jetzt mal aufhören. die medien übertreiben extrem mit der berichterstattung..und zu behaupten das der papst die menschheit liebt @ maria - ist bei den vielen banken im vatiken, der erzkonservativen haltung und dem grossen realitätsverlust von ihm und der kirche - doch ein bisschen weltfremd.
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  • Kommentar von Philipp Schneider, Zürich
    Um Himmelswillen, warum muss man für ihn beten? Als Gott bitten, dass der Papst was von ihm bekommt? Oder dass er nicht in die Hölle kommt, bzw. in den Himmel kommt? Oder was? Warum ruft der Papst nicht auf, für die Missbrauchten, Hungernden, Leidenden zu beten (den lieben Gott bitten, dass er sie nicht ständig im Stich lässt), sondern beten für sich selbst und seine Kirche?
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    1. Antwort von Maria Schnieder, Zürich
      Lieber Philipp, Gott liebt Dich egal was Du sagst Kannst Du Dir vorstellen dass der Papst die Kirche = die Menschen liebt? Und dass es ihm schwergefallen ist seine Aufgabe = das beste für alle herauszuholen abzugeben, weil er merkte dass seine Kraft mit 85 Jahren nicht mehr dafür ausreicht? Kannst Du Dir vorstellen wie er sich nun fühlt? Weisst Du wie es ist wenn man aus ganzem Herzen möchte und einfach nicht mehr kann? Ich bete deshalb für ihn um die Kraft das auszuhalten. Maria
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    2. Antwort von Margrit Holzhammer, 8903 Birmensdorf
      Wünsche hat dieser Herr in Rom! Er ist nicht mehr wert, wie jeder andere Mensch auch.
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    3. Antwort von h. anni, zürich
      @Schneider Nein, das kann ich mir alles nicht vorstellen. Schauen sie diesem Papst mal in die Augen. Die schauen bösartig, ergo kann er kein Hirte Gottes sein, denn Gott ist ja bekanntlich gut. Und dieser machtgeile Mann tritt bestimmt nicht freiwillig und seiner Gesundheit bla bla bla willen ab. Da steckt was anderes dahinter. Herr Ratzinger ist ein sehr kluger Kopf, der macht nichts ohne Grund, welchen wir nie erfahren werden, denn die Kirche war immer schon sehr verschwiegen in eigenen Dinge...
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