Arbeiter montieren Rauchfang auf die Sixtinische Kapelle

Die Vorbereitungen im Vatikan für die Papstwahl laufen auf Hochtouren. Die Kardinäle kamen den sechsten Tag in Folge zu Beratungen zusammen. Sie einigten sich auf Details zum Ablauf des ersten Tages der Wahl.

Arbeiter auf dem Dach. Davor Kopf einer Statue.

Bildlegende: Arbeiter bauen den Rauchfang auf: Weisser oder schwarzer Rauch wird zeigen, ob ein Wahlgang erfolgreich verlaufen ist. Reuters

Laut dem Vatikansprecher Federico Lombardi sollen die wahlberechtigten Kardinäle am Dienstagmorgen das Gästehaus Santa Maria im Vatikan beziehen. Für 10 Uhr ist eine Messe im Petersdom angesetzt. Um etwa 16.30 Uhr sollen dann die Kardinäle in einer feierlichen Prozession in die Sixtinische Kapelle einziehen.

Die erste Wahlrunde wird für Dienstagabend erwartet. Berichte, es habe Streit um den Termin des Konklavebeginns gegeben, wies Lombardi zurück.

Am Samstag bauten Arbeiter den Rauchfang am Dach der Sixtinischen Kapelle auf. Weisser oder schwarzer Rauch zeigt an, ob ein neuer Papst gewählt wurde. Mehr als 150 Kardinäle haben sich in Rom für Beratungen vor dem Konklave versammelt.

Die in Rom versammelten Kardinäle hatten am Freitag entschieden, dass die Papstwahl am Dienstag stattfinden soll. Zuvor waren die Kardinäle zu einem fünftägigen Meinungsaustausch zusammengekommen. Diskutiert wurde über die Lage der katholischen Weltkirche, ihre Krisen und die Herausforderungen der Zukunft.

Drei Favoriten bei Buchmachern

Gewählt wird der nächste Papst jedoch von 115 Kardinälen – wahlberechtigt ist nur, wer zum Zeitpunkt des Rücktritts von Benedikt XVI. jünger als 80 Jahre war. Benedikt war am 28. Februar wegen nachlassender Kräfte abgetreten.

Die Nachfolge-Spekulationen gehen unterdessen weiter. Britische Buchmacher gehen von einem Kopf-an-Kopf-Rennen unter drei Favoriten aus: Mailands Erzbischof Angelo Scola, Kardinal Peter Kodwo Appiah Turkson aus Ghana und Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone aus Italien.