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Papstwahl Papst Franziskus betet und twittert

Vier Tage nach seiner Wahl zum Papst hat Franziskus sein erstes Angelus-Gebet gesprochen. Mehr als 150‘000 Menschen auf dem Petersplatz jubelten dem 76jährigen zu, viele schwenkten die Flagge seines Heimatlandes Argentinien. Kurz darauf setzte Franziskus auch seine erste Twitter-Nachricht ab.

Legende: Video «Papst Franziskus kommt an» abspielen. Laufzeit 3:33 Minuten.
Aus Tagesschau vom 17.03.2013.

«Brüder und Schwestern, guten Tag», sagte Franziskus vor seinem ersten Angelus-Gebet auf dem Petersplatz in Rom. Dieser Platz sei die Welt im Kleinen, ergänzte er mit Blick auf die zahlreichen Pilger aus verschiedensten Ländern.

Franziskus rief die Menschen auf, barmherzig zu sein und anderen zu verzeihen. «Ein bisschen Barmherzigkeit verändert die Welt, macht sie weniger kühl und gerechter», sagte der 76jährige unter dem Beifall der Menge. «Gott wird nie müde, uns zu verzeihen. Das Problem ist, dass wir müde werden, um Vergebung zu bitten.»

«Ave Maria» und erster Tweet

Mit der Wahl seines Namens nach Franz von Assisi wolle er seine spirituelle Verbindung mit Italien stärken, sagte Franziskus. Dort lägen die Wurzeln seiner Familie.

Der Papst rezitierte das «Ave Maria» in Latein, betete gemeinsam mit den Menschen auf dem Petersplatz und segnete sie. Immer wieder brandete Beifall auf. Zum Schluss wünschte er einen «schönen Sonntag und guten Appetit».

Franziskus hat den ersten Sonntag seines Pontifikats auch dazu genutzt, seinen ersten Tweet zu versenden. «Liebe Freunde, ich danke euch von Herzen und bitte euch, weiterhin für mich zu beten. Papst Franziskus», schrieb er kurz nach dem Angelus-Gebet.

Der von seinem Vorgänger Benedikt XVI. ins Leben gerufene Account «@Pontifex» wird damit nun offiziell von Franziskus fortgeführt. Das Profil trägt mittlerweile auch den Namen und das Bild des neuen Papstes.

Benedikt hatte den Twitter-Kanal am 12. Dezember 2012 in Betrieb genommen und schnell um die drei Millionen Follower in verschiedenen Sprachen erreicht. Nach seinem Rücktritt war der Account vorübergehend deaktiviert worden. Unmittelbar nach der Papstwahl am 13. März war dort zu lesen: «Habemus Papam Franciscum».

12 Kommentare

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  • Kommentar von Erik Lang, Fulenbach
    Sind wir doch froh über den frischen Wind, den Franziskus I bringt, und den doch niemand für möglich gehalten hätte. Reich kann man an materiellem Besitz oder an Vorstellungen sein. Ich hoffe, die Kirche wird - endlich! - auch an Vorstellungen ärmer; Vorstellungen, was ein Katholik zu sein und wie er zu leben habe. Vorstellungen haben definitionsweise nur mit dem Menschen etwas zu tun - und mit Gott überhaupt nichts. Folglich hoffe ich auf eine weniger gottlose Kirche; auf weniger sture D...
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  • Kommentar von Preisinger, Zürich
    Könnten wir langsam das Thema Papstwahl archivieren bitte!
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    1. Antwort von Urs Sahli, Rubigen
      Ich schliesse mich diesem Wunsche an!!! Es wird langsam aber sicher Zeit, sich anderen, viiieeel wichtigeren Dingen zuzuwenden.
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  • Kommentar von Sutter A, Luzern
    Jeder Mensch, auch der Papst, kann ohne die Hilfe Gottes nichts bewirken. Wir sind Vermittler des Willens Gottes und brauchen Seine Gnade, gegen die Widersacher. Es ist nicht immer leicht, Gottes Willen zu hoeren. Durch das Gebet, kann man Gnade erbitten, gemeinsam noch besser. Das ist die DEMUT.
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