Papstwetten: 2:1 auf Angelo Scola

Wer Geld auf den Ausgang der Papstwahl setzen will, ist bei Online-Buchmachern an der richtigen Internetadresse. Geht Rom unter? Wie viele Päpste gibt es dieses Jahr? Auch darauf können Spieler wetten.

Ein Mann hält ein Plakat eines Buchmachers vor dem Petersplatz in Rom.

Bildlegende: Die Wette gilt: Die Papstwahl ist für Buchmacher ein Millionengeschäft. Reuters

Der nächste Papst wird Italiener sein. Das sagen zumindest die Märkte. Genauer: Die irischen Buchmacher von Paddy Power.

Auf der Online-Plattform des grössten Buchmachers Europas hat der Erzbischof von Mailand Angelo Scola klar die Führung übernommen. Seine Erfolgschancen liegen bei 2:1.

Kardinal Peter Turkson aus Ghana wurde lange als Favorit gehandelt. Jetzt ist er sogar auf Rang drei hinter dem brasilianischen Kandidaten Odilo Pedro Scherer zurückgefallen.

Papstwahl schlägt Königshaus

Paddy Power setzt auf die Papstwahl. Sie könnte das grösste, nicht sportliche Wettereignis aller Zeiten werden, heisst es beim irischen Unternehmen. Die Umsätze schaukeln sich in den Millionenbereich. Die Papstwahl stellt damit sogar die Wetten auf den königlichen Nachwuchs im Hause Windsor in den Schatten.

Papstwetten sind jedoch nichts Neues. 1515 gewann der anfängliche Favorit. 1591 erliess Gregor XIV. eine päpstliche Bulle gegen derartige Wetten. Gebracht hat das nicht viel.

Das zeigte sich besonders am Montagabend bei Paddy Power. Die Spieler konnten auf 17 päpstliche Wetten ihr Geld setzen. Darunter auch obskure Wetten wie Malachias und Nostradamus. Sie bezieht sich auf eine gefälschte Prophezeiung aus dem 16. Jahrhundert. Sie besagt: Der letzte Papst heisst Peter. Danach wird Rom untergehen.

Eine andere Wette: 2013 – das Jahr dreier Päpste. Etwas geschmacklos. Denn ein Gewinn würde voraussetzen, dass der neue Oberhirte nur einige Monate im Amt überlebt.

(prus; snep)