Vatikan bereitet sich auf die Papstwahl vor

Die Wahl des Papstes steht bevor. Kardinäle aus aller Welt haben sich zu diesem Zweck im Vatikan versammelt. Fünf Amtsträger fehlen noch. Sobald diese eingetroffen sind, kann das Wahlprozedere beginnen.

Kardinäle betreten ein Haus, das von Schweizer Gardisten bewacht wird.

Bildlegende: Fast alle Kardinäle sind im Vatikan angekommen: Bald kann die Papstwahl beginnen. Keystone

Wer wird der Nachfolger von Papst Benedikt XVI.? 115 Kardinäle bestimmen dies. Die meisten Wahlberechtigten sind schon in Rom. Fünf Amtsträger fehlen noch. Dies teilte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi mit.

Sobald alle Kardinäle eingetroffen sind, entscheiden sie, wann das Konklave beginnt.

Bisher hatte es als wahrscheinlich gegolten, dass die Kardinäle am Mittwoch über den Beginn des Konklaves abstimmen und die Wahl am kommenden Montag startet.

Sicher ist dies nun aber nicht mehr. Die Kardinäle wollten ohne Hast vorgehen, sagte Vatikan-Sprecher Lombardi. Spätestens bis Ende März – zu Ostern – soll es nach dem Willen des Vatikans ein neues Oberhaupt der katholischen Kirche geben.

Weisser oder schwarzer Rauch?

In der Zwischenzeit wurde die Sixtinische Kapelle, in der die Kardinäle den Nachfolger Benedikts XVI. bestimmen werden, für Besucher geschlossen.

In der Kapelle werden die berühmten Öfen aufgestellt. Ein Ofen, um die Stimmzettel zu verbrennen, und einer, um den Rauch dann nach draussen zu leiten. Je nachdem ob weisser oder schwarzer Rauch aufsteigt, weiss die Aussenwelt, ob ein neuer Papst gewählt wurde oder nicht.

Wer wählt den Papst?

Wahlberechtigt sind alle Kardinäle, die am Tag vor der Vakanz das 80. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Dabei dürfen höchstens 120 Amtsträger das neue Kirchenoberhaupt bestimmen. Bei der aktuellen Wahl sind es 115 Kardinäle.