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International Paris: Abrüstung? Nein danke

Frankreich will nichts von atomarer Abrüstung wissen. Paris will sich laut Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian dem Vorstoss von US-Präsident Barack Obama nicht anschliessen. Man sehe keinen Grund dazu.

Detail eines U-Bootes.
Legende: Die französischen Atomwaffen sind zum Beispiel auf diesem neuen Atom-U-Boot. Keystone

Frankreich sieht nach den Worten von Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian keinen Grund, sich dem Vorstoss von US-Präsident Barack Obama zum weiteren Abbau von Atomwaffen anzuschliessen.

Sein Land habe das Atomwaffenarsenal bereits auf unter 300 Sprengköpfe reduziert, sagte der Minister dem Sender France Info. Wenn Obama Russland nun vorschlage, gemeinsam weiter Atomwaffen abzubauen, so sei das gut. Frankreich betreffe das nicht.

Auch Moskau sagt Njet

Obama hatte am Donnerstag in seiner Rede vor dem Brandenburger Tor in Berlin angekündigt, er wolle bis zu ein Drittel der US-Atomwaffen abschaffen. Darüber wolle er mit Russland verhandeln.

Beide Länder hatten 2010 vereinbart, ihr Arsenal auf je 1550 Kernwaffen bis 2018 zu reduzieren. Obamas neuer Vorstoss würde nach Angaben eines Abrüstungsexperten bedeuten, dass die USA darüber hinaus 200 bis 300 zusätzliche Sprengköpfe abbauen.

Russland äusserte sich jedoch in einer ersten Reaktion skeptisch. Die Vorschläge könnten nicht ernstgenommen werden, so lange die Vereinigten Staaten gleichzeitig ihre Raketenabwehr verstärkten, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Dmitri Rogosin am Mittwoch.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    So lange die Amerikaner es nicht fertigbringen, ihrem Schützling Israel vorzuschreiben, dass diese ihre unbewilligten Atomwaffenbestände auflösen oder zumindest kontrollieren lassem müssen, so lange ist das amerikanische Abrüstungs-Angebot nur als sinnloses, dummes Geschwätz oder als heisse Luft zu betrachten. So einfach ist das.
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