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International Paris: «Nur eine Minderheit der Roma ist zur Integration bereit»

Die Roma haben ein Problem in Europa. Mehrere Staaten gehen gegen illegal errichtete Zeltlager der Volksgruppe vor. Frankreich verteidigt sein Vorgehen – und ist nun von der EU verwarnt worden.

Legende: Video «Heftige Kontroverse um Roma in Frankreich» abspielen. Laufzeit 1:50 Minuten.
Aus Tagesschau vom 26.09.2013.

Nach Äusserungen des französischen Innenministers Manuel Valls über die Volksgruppe der Roma hat die EU-Kommission Paris vor Rechtsverstössen gewarnt. Die Roma hätten wie alle EU-Bürger das Recht, nach Frankreich zu reisen und sich dort aufzuhalten.

Wer länger als drei Monate im EU-Ausland bleiben will, braucht eine Genehmigung. Dazu muss er nachweisen, dass er Geld hat und der Allgemeinheit nicht zur Last fällt.

50 Milliarden Euro, die keiner will

Der Sozialist Valls hatte gesagt, Frankreich werde seinen Teil beitragen: «Aber wir haben nicht die Aufgabe, das ganze Elend dieser Welt aufzunehmen.» Nur eine Minderheit der Roma sei zur Integration bereit. Die Gruppe der Roma habe «deutlich andere Lebensweisen». «Es ist eine Illusion zu glauben, dass wir das Problem mit der Roma-Bevölkerung allein durch Integration lösen können.»

In den vergangenen Wochen wurde Wohnlager der Roma in Frankreich aufgelöst. Nach Angaben von Amnesty International wurden im ersten Halbjahr 2013 rund 10'000 Roma aus improvisierten Lagern vertrieben. «Es ist unsere Verantwortung, dafür zu sorgen, dass im Zentrum unserer Städte, mitten in Wohnvierteln und mitten in der Hauptstadt nicht solche Lager und Elendssiedlungen entstehen», sagte Valls.

Zuvor hatte die für Grundrechte zuständige EU-Kommissarin erklärt, es stünden im Budget 50 Milliarden Euro bereit, die für die Integration der Roma eingesetzt werden könnten. «Das Geld wird nicht genutzt. Ich frage mich: Warum? Man lässt die
Dinge laufen, bis sie untragbar sind, und arbeitet nicht an der Integration.»

Grosses Konfliktpotential

In der Slowakei blockieren in mehreren Städten Zäune den Zugang von Roma-Siedlungen zu angrenzende Wohnviertel. Die Trennung soll vor Kriminalität schützen. Viele Roma sind Analphabeten, arbeitslos und auf Sozialhilfe angewiesen. Trotz Schulpflicht gehen längst nicht alle Kinder in die Schule.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    G.Leinemann,eine Minderheit zu sein,heisst noch lange nicht,dass man tun od.lassen kann,wonach einem gerade zumute ist.Was Sie da an Minderheiten aufzählen,sind abgesehen von Schwulen+Ausländern,typische Beispiele solcher,die in aller Welt nichts als Ärger bereiten.Ich erinnere mich,als Romas noch stolz an div.Standorten ihre Kunsthandwerke,Musik+Tanz präsentierten.Heute werden Standorte demoliert+samt Umgebung versaut+bestohlen.Kaum eine Gemeinde stellt deshalb weiter Areale zur Verfügung.
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  • Kommentar von Gunnar Leinemann, Teuffenthal
    Ob Roma, Muslime, Afrikaner, Jugoslaven, Schwule, Burkaträgerinnen, Ausländer allgemein, usw, usw, primitive Gemüter finden immer eine Zielgruppe, um Ihre eigene Unzufriedenheit und Ihren Hass darauf zu projizieren. Das war schon immer so und wird vermutlich auch so bleiben, denn Diskriminierung hat auch immer sehr viel mit Bildung und Intelligenz zu tun und damit viele Menschen leider so ihre Mühe.
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    1. Antwort von M.Hufschmid, Kt. Zürich
      Und qualitativ gebildete Gemüter verurteilen das! Selber sind sie aber in keiner Weise bereit aktiv solche Leute aufzunehmen. Sie wohnen auf der sonnenseite des Lebens in einem Einfamilienhaus und beschweren sich aus der Distanz. Wenn aber Einheimische mit solchen Menschen eine gewisse Zeit zusammen lebt dann ist diese Erfahrung ernst zu nehmen und es ist zu respektieren das die Feststellung halt nicht nur Positiv ist. Machen Sie was Herr Leienmann!
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    2. Antwort von W. Helfer, Zürich
      Sind es nicht eher primitive Gemüter, welche immer gleich ALLE und ALLES in den gleichen Topf werfen? Könnte es auch sein, dass zuviel "Bildung" (nicht mit Intelligenz zu verwechseln) zu Unzufriedenheit führt und dass man vor lauter Hass auf eine Gruppe gar nicht mehr im Stande ist, Themen und vorallem die Realität neutral zu betrachten? Glauben Sie wirklich das Volk sehe die Realität nicht?
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  • Kommentar von Rainer Fauser, Augsburg
    Die EU an sich ist es sich ja auch gewohnt, in private fremde Taschen zu greifen. Nun nimmt es mich nicht Wunder, wenn diese Politparasiten in Brüssel artgleiche Spezies in Schutz nehmen, denn hohle Hand ist ja in, ob von illegalen u. legalen Immigranten, schmarotzenden EU-Bürokraten, Bankstern, Sozialtouristen und anderweitigen Kriminellen. Wieso lässt sich unser friedliches Gesellschaftsystem des Zusammenhalts fleissiger, arbeitssamer und erfindungsreicher Malocher das alles gefallen?
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Wer die Deutsche Geschichte kennt, weiss dass ein sorgsamer Umgang mit Minderheiten ratsam ist. Und ist nicht die Einbindung der BRD in die von ihnen so verhasste EU gerade der Schlüssel zum Frieden in Europa?
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