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Parteikongress in China Die Partei hebt Xi Jinping auf eine Stufe mit Mao

Der Machtbereich des Staats- und Parteichefs wächst weiter. Xis Leitideen finden Einzug in die Parteiverfassung.

Legende: Video Xi Jinping auf einer Stufe mit Mao abspielen. Laufzeit 1:29 Minuten.
Aus Tagesschau vom 24.10.2017.
  • Chinas Kommunisten haben Staats- und Parteichef Xi Jinping als Vordenker der Partei auf eine historische Stufe mit Staatsgründer Mao Tsetung erhoben.
  • Die knapp 2300 Delegierten des 19. Parteikongresses stimmten auf ihrer Abschlusssitzung in Peking einstimmig dafür.
  • Xi Jinpings Gedankengut soll nach dem Willen der Delegierten für das neue Zeitalter des Sozialismus chinesischer Prägung als zusätzliche Leitlinie in den Statuten verankert werden.

Nach Mao Tsetung und dem wirtschaftlichen Reformarchitekten Deng Xiaoping ist Xi Jinping erst der dritte Parteiführer, der namentlich in der Parteiverfassung erwähnt wird. Deng Xiaoping wurde allerdings nur mit seinen «Theorien» aufgenommen, während Xi Jinping wie Mao Tsetung mit seinem «Gedankengut» genannt wird, was in der kommunistischen Ideologie höher gewertet wird.

Die Leitideen von Xi Jinping sollten als «Leuchtturm» für die Arbeit der rund 89 Millionen Parteimitglieder dienen, beschlossen die Delegierten. Der Parteichef rief zum Abschluss zu einer «neuen Reise beim Aufbau des Sozialismus chinesischer Prägung» auf.

Mit der Einstufung als Vordenker der Partei nach nur fünf Jahren im Amt baut Xi Jinping seine ohnehin schon beträchtliche Machtposition weiter aus. Der Parteitag billigte auch einen weitgehenden Personalwechsel im Zentralkomitee, mit dem der 64-Jährige weitere Gefolgsleute in das Parteigremium bringt.

Auf ihrer ersten Plenarsitzung nach dem Parteitag an diesem Mittwoch werden ihn die rund 200 stimmberechtigten Mitglieder für weitere fünf Jahre im Amt des Generalsekretärs bestätigen. Auch werden sie das neue Politbüro und dessen Ständigen Ausschuss als engster Führungszirkel um Xi Jinping billigen.

Die Macht von XiJinping

24 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
    Der Titel ist sehr irreführend, wie man in den Kommentaren sieht. Die politische Theorie Xis wird auf eine Stufe gehoben, nicht die Person! Über dem Tor zur verbotenen Stadt hängt ein Bild von Mao, kein Bild von Xi, und das wird so bleiben. Hier schreiben sich wieder mal westliche Journalisten gegenseitig die Schlagworte ab.
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  • Kommentar von Wolfgang Bortsch (a2b3c4d5)
    Das NATIONALKOMMUNISTISCHE SYSTEM bleibt immer das gleiche ! Ob MAO TSETUNG oder XI JINPING oder VIETNAM oder NORDKOREA !
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    1. Antwort von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
      Vietnam ist in der Tat auch toll. Man sollte mehr darüber hören. Vietnam ist weit ärmer als die Philippinen, aber verhungern und ihre Kinder verkaufen tut in Vietnam niemand. Sozialismus ist für Entwicklungsländer besser, weil es den Armen besser geht und sich die Wirtschaft besser entwickelt.
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  • Kommentar von Thomas Wieder (Thomas W.)
    Es wäre mir ziemlich peinlich, mit einem Mann auf gleiche Stufe gestellt zu werden, dessen Politik ca 70 Millionen Menschenleben gekostet hat (vorsichtig geschätzt)
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    1. Antwort von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
      Unter Mao stieg die Lebenserwartung in China um rund 10 Jahre. Zudem wurde das Land befreit vom Japanischen Naziterror. Lasst die Chinesen selbst ihre Geschichte beurteilen.
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    2. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Vielleicht bei den Genossen die 100 prozentig hinter Mao standen. Nicht für die Menschen, die ihr Leben in Lagern zubringen mussten, oder zwangs umgesiedelt wurden. Es gibt sehr viel Literatur über diese Zeit, auch Autobiographien über dieses grauenvolle Dasein. Z Bsp. Genosse Massenmöder (er war für 70 Millionen Tote verantwortlich) eine Zusammenfassung von Gisela Mahlmann in „Die Zeit „ auch im Internet nachlesbar.
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