Peking verbietet Rauchen in der Öffentlichkeit

Chinas Hauptstadt geht gegen die vielen Nikotinsüchtigen vor. Künftig ist in Peking das Rauchen in geschlossenen öffentlichen Räumen verboten. Bei Missachtung drohen hohe Geldstrafen, Restaurantbesitzer können ihre Lizenz verlieren.

Mehrere Personen zerschlagen Aschenbecher.

Bildlegende: Restaurant-Mitarbeiter zerstören in einer symbolischen Aktion mit Äxten Aschenbecher. Reuters

In Peking ist Rauchen in der Öffentlichkeit nicht mehr erlaubt. Das Verbot umfasst auch Tabak-Werbung, Verkaufsaktionen sowie Sponsoring an öffentlichen Plätzen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua mitteilt. Zudem müssen die Gesundheitswarnhinweise auf Tabakprodukten mindestens die Hälfte der Verpackung einnehmen.

Peking will Tausende Aufseher zu Kontrollen losschicken, um das neue Nichtrauchergesetz durchzusetzen. Bei Missachtung drohen den Betreibern etwa von Restaurants hohe Geldstrafen – bis zum Entzug der Lizenz.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) begrüsste das Vorhaben. «Das neue Gesetz ist sehr gut. Es könnte einen positiven Einfluss auf das landesweite Anti-Rauchergesetz haben», sagt der Pekinger WHO-Chef Bernhard Schwartländer. Ein strengeres Gesetz für das ganze Land ist derzeit in Vorbereitung.

China ist das Reich des Tabaks. In keinem Land der Welt werden so viele Zigaretten produziert; gleichzeitig ist China das Land mit der grössten Anzahl an Rauchern: 300 Millionen greifen zum Glimmstengel. Bereits im Jahr 2011 war ein landesweites Rauchverbot in der Öffentlichkeit erlassen worden. Die ungenau gefassten Richtlinien wurden jedoch weitgehend missachtet.