Peschmerga-Kämpfer erreichen Kobane

Die ersten zehn Kurden-Kämpfer aus dem Nordirak sind zur Verstärkung in Kobane eingetroffen. Die Milizen des Islamischen Staats hatten vergeblich versucht, ihnen den Weg abzuschneiden.

Peschmerga-Kämpfer in Lastwagen werden von Kurden gefeiert

Bildlegende: Auf dem Weg nach Kobane: Peschmerga-Kämpfer werden bei ihrer Abfahrt aus dem Nordirak von Kurden gefeiert. Keystone

Zehn Peschmerga-Kämpfer sind nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte im umkämpften Kobane angekommen. Sie haben schwere Waffen dabei und sollen die kurdischen Einheiten vor Ort gegen Angriffe der Milizen des Islamischen Staats (IS) unterstützen.

Weitere Kämpfer in Kobane erwartet

Die Gotteskrieger hatten vergeblich versucht, der Verstärkung für Kobane den Weg abzuschneiden. Die Verteidiger der nordsyrischen Stadt schlugen einen Angriff der Extremisten auf die Verbindung zur türkischen Grenze zurück, so die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte weiter.

Der Rest der Peschmerga-Einheit wird in wenigen Stunden in Kobane erwartet. Insgesamt sind 150 Kämpfer auf dem Weg in die seit September umkämpfte Stadt.

Die Türkei hatte sich erst nach langem Zögern und intensivem Druck der USA bereiterklärt, die Peschmerga über ihre Grenze zu lassen, damit sie die syrischen Kurden in Kobane beim Kampf gegen den IS unterstützen können. Am Mittwoch hatten bereits Kämpfer der gemässigten Freien Syrischen Armee (FSA) Kobane erreicht.

Massengrab im Irak gefunden

Der IS soll im Westen des Iraks mehr als 200 Mitglieder eines sunnitischen Stammes umgebracht haben. Die irakische News-Site Al-Sumaria berichtete unter Berufung auf einen Stammesscheich von einem Massengrab mit 150 Leichen. Zudem hiess es, die Extremisten hätten in der Stadt Hiet 30 Kämpfer desselben Stammes zusammengetrieben und erschossen.