Pferdefleisch in Hackbällchen von Ikea

Nicht deklariertes Rossfleisch wurde nun auch in Lebensmitteln von Ikea gefunden. Die betroffenen Köttbullar wurden nach Angaben der weltgrössten Möbelhauskette in über fünfzehn europäischen Ländern verkauft. Die Schweiz ist nicht betroffen.

Plakat Köttbullar und Kartoffelstock

Bildlegende: Die Fleischbällchen wurden mittlerweile zurückgerufen. Keystone/symbolbild

Tschechische Lebensmittelinspektoren haben nun auch Pferde-DNA bei tiefgekühlten Hackbällchen in einer Ikea-Filiale in Brünn (Tschechien) festgestellt.

Die Bällchen seien in Schweden von der Firma Familjen Dafgard für Ikea hergestellt worden, teilte die Lebensmittel-Aufsicht mit. Es handelt sich um Ein-Kilo-Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 22.1.2014. Die Ware wurde als Rind und Schwein deklariert.

Betroffen sind neben Schweden auch Grossbritannien, Österreich, die Slowakei, Tschechien, Ungarn, Frankreich, Portugal, Italien, die Niederlande, Belgien, Zypern, Spanien, Griechenland und Irland.

Vorsorglich Verkauf gestoppt

Insgesamt wurden 760 Kilogramm der Bällchen zurückgerufen. Ikea stoppte zudem den Verkauf der Bällchen in 15 europäischen Ländern, wie das Unternehmen mitteilte. Dies geschehe, weil sich Kunden Sorgen machen könnten.

In zahlreichen europäischen Ländern waren zuletzt nicht deklarierte Spuren von Pferdefleisch in Fertiggerichten entdeckt worden. Auch die Schweiz blieb von diesem Lebensmittel-Skandal nicht verschont.

Schweiz nicht betroffen

Die Hackbällchen in den Schweizer Filialen von Ikea bestehen laut Mediensprecherin Virginia Bertschinger zu 100 Prozent aus Schweizer Fleisch. Es handle sich um eine Mischung aus Rind- und Schweinefleisch. Im Zuge des Pferdefleischskandals habe man vor einer Woche einen DNA-Test durchführen lassen. Dabei habe sich diese Angabe bestätigt.