Pfiffe für Rohani in der Heimat

Der Iranische Präsident Hassan Rohani ist nach einer erfolgreichen Woche an der UNO in New York zurück in Teheran. Rohanis Gegner demonstrierten am Flughafen. Ein Kritiker warf einen Schuh gegen die Wagenkolonne des Präsidenten.

Rohani an einem Rednerpult mit erhobenen Finger.

Bildlegende: Hassan Rohani schuf sich mit seinem Besuch an der UNO in New York Freunde und Feinde. Keystone

Der iranische Präsident Hassan Rohani ist auf dem Flughafen in Teheran von Hunderten Gegnern in Empfang genommen worden. Rund sechzig junge Islamisten riefen «Tod den USA» und «Tod für Israel». Einer der Jugendlichen warf einen Schuh gegen den Wagen des Präsidenten. Rohani liess sich von den Protestierenden nicht beirren und winkte den versammelten Menschen zu.

Zugleich versammelten sich zwischen 200 und 300 Anhänger Rohanis ausserhalb des Flughafens. Als die Wagenkolonne mit dem iranischen Präsidenten an ihnen vorbeifuhr, riefen sie: «Rohani wir danken dir.»

Historisches Telefongespräch

Der iranische Präsident kehrte nach einem fünftägigen Besuch in New York nach Teheran zurück. In den USA führte er unter anderem ein historisches Telefongespräch mit US-Präsident Barack Obama. Dieser liess verlauten, sie hätten über das iranische Atomprogramm gesprochen. Es ist das erste Mal seit über 30 Jahren, dass die Staatschefs der USA und Irans direkten Kontakt hatten.

Zudem sprach Rohani vor der UNO-Vollversammlung. Seine Rede wurde mehrheitlich positiv aufgenommen.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Präsidiales Telefonat als Beginn der Annäherung

    Aus Tagesschau vom 28.9.2013

    Der iranische Präsident ist nach einem fünftägigen Besuch in New York nach Teheran zurückgereist. In den USA führte er unter anderem ein historisches Telefongespräch mit US-Präsident Barack Obama.

  • Es kommt Bewegung in die Atomgespräche

    Aus Tagesschau vom 27.9.2013

    In New York hat das erste offizielle Aussenminister-Treffen zwischen den USA und dem Iran seit über 30 Jahren stattgefunden. Dabei lobte US-Aussenminister Kerry Tonfall und Auftritt seines iranischen Amtskollegen.