Pflegende in den USA streiken für mehr Schutz vor Ebola

Das Pflegepersonal in amerikanischen Spitälern hat genug von den Versäumnissen der Gesundheitsbehörden. Zehntausende haben sich an einer Streikaktion für besseren Schutz vor Ebola beteiligt.

Prostestierende Krankenschwestern mit Transparenten in New York

Bildlegende: Protestaktion in New York: Die Pflegenden wollen besser vor Ebola geschützt werden. Reuters

Dass die US-Regierung und die Gesundheitsbehörden die Ebola-Risiken für das eigene Land lange Zeit unterschätzt haben, bestreitet kaum mehr jemand. Nun gehen die Hauptbetroffenen in die Offensive.

Pflegefachleute in 15 US-Staaten streikten wegen mangelnden Schutzes vor Ebola. Nach Angaben der National Nurse Union beteiligten sich am Mittwoch rund 100‘000 Pflegende an der Protestaktion. Auch vor dem Weissen Haus habe eine Gruppe Pflegende protestiert.

Besseren Schutzkleidung verlangt

Sie fordern vor allem bessere Schutzkleidung und bessere Gesichtsmasken zur Behandlung von Ebola-Patienten. Das Virus überträgt sich durch Körperflüssigkeiten. Medizinisches Personal ist daher bei der Pflege von Ebola-Kranken besonders gefährdet.

In den USA infizierten sich bereits zwei Krankenschwestern, die einen Ebola-Patienten betreuten. Die Behörden verschärften die Einreisebedingungen für Personal, die von einem Einsatz in Westafrika zurückkehren.