Elf Jahre nach Abschaffung Philippinisches Parlament stimmt für Todesstrafe

  • Das philippinische Parlament hat mit grosser Mehrheit die Wiedereinführung der Todesstrafe für Drogendelikte beschlossen. Sie war erst 2006 abgeschafft worden.
  • Mit dem verabschiedeten Gesetz will die Regierung des umstrittenen Präsidenten Rodrigo Duterte die Rauschgiftkriminalität zurückdrängen.
  • Hinrichtungen sollen demnach durch den Strang, Erschiessen oder eine Giftspritze durchgeführt werden.
  • Die Strafe gilt nicht zwingend für alle Drogendelikte und auch nicht für früher unter Todesstrafe stehende Verbrechen wie Verrat oder Vergewaltigung.
  • Der Senat muss dem Gesetz noch zustimmen. Gegner der Todesstrafe planen eine Anfechtung vor dem obersten Gerichtshof.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Wegen Drogendelikten Inhaftierte. Duterte will sie exekutieren.

    Philippinen diskutiert über die Einführung der Todesstrafe

    Aus Echo der Zeit vom 1.2.2017

    Eines der umstrittenen Wahlversprechen des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte war, die Todesstrafe wieder einzuführen. Nun diskutieren die Abgeordneten im Parlament darüber.

    Wie immer auch das Parlament entscheidet, das staatlich angeordnete Töten wird weitergehen - im Rahmen von Dutertes sogenanntem Drogenkrieg.

    Karin Wenger