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International Pipeline-Bau gestoppt: US-Regierung kommt den Sioux entgegen

Auch wenn ein Indianerstamm der Sioux im US-Bundesstaat North Dakota in einem Rechtsstreit um eine Öl-Pipeline unterlegen ist: Die US-Regierung lenkt überraschend ein und stoppt die Arbeiten an der Pipeline. Man wolle den Bedürfnissen der Ureinwohner entgegenkommen, so Washington.

Indianer in traditioneller Kleidung.
Legende: In den betroffenen Bundesstaaten (hier in Denver, Colorado) protestierten Indigene gegen die Baupläne der US-Regierung. Keystone / Archiv

Die US-Regierung hat die Arbeit an einer umstrittenen Pipeline im Bundesstaat North Dakota gestoppt, obwohl ein Bundesgericht einen Einspruch von Angehörigen des Rock Sioux Stammes zurückgewiesen hatte.

Die US-Regierung ordnete am Freitag an, dass auf Land in Bundesbesitz am Lake Oahe die Arbeiten an der Pipeline nicht fortgesetzt würden. Zugleich rief sie den Betreiberkonzern der geplanten 1930 Kilometer langen Pipeline auf, die Bauarbeiten bis zu einer Klärung freiwillig ruhen zu lassen.

Verletzte nach Protesten gegen Pipeline

Der Rock Sioux Tribe hatte Einspruch gegen die geplante Route der Pipeline unter dem Missouri-Fluss erhoben, weil er befürchtet, dass dadurch seine Wasserversorgung beeinträchtigt und kulturell bedeutsames Land verwüstet wird.

Ein US-Bundesrichter entschied aber am Freitag, dass der Indianerstamm nicht ausreichend bewiesen habe, dass er Schaden erleiden würde. Die Pipeline soll von North Dakota durch mehrere Bundesstaaten nach Illinois verlaufen und täglich bis zu eine halbe Million Tonnen Erdöl transportieren.

An der Pipeline hatten sich zuletzt Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Angestellten einer privaten Sicherheitsfirma entzündet. Dabei gab es auch Verletzte.

Legende: Video «Sioux protestieren gegen Pipeline-Bau» abspielen. Laufzeit 0:40 Minuten.
Vom 10.09.2016.

7 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Was für eine Ironie des US-Bundesrichter. Schaden zugefügt, haben die Weissen der Urbevölkerung Amerikas schon, indem sie ihnen einfach ihr Land geklaut, sie ihrer Würde beraubt in Reservate gesperrt hat. Und noch viel mehr Schaden hat das Eugenik-Projekt bei der Urbevölkerung in Kanada & der USA angerichtet.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Gefährdung durch Förder- oder Transporttechnik gibt es weltweit. Dabei wird die Gefahr oft heruntergespielt, bis es zu spät ist. Die Eroberung, besser gesagt die Raubzüge auf den amerikanischen Kontinenten, waren brutal, erlogen und mörderisch. Wobei die lateinisch sprechenden Täter eher noch schlimmer als die Englischen waren. Generell ist es keiner Macht gut bekommen, die eigenen Lebensgrundlagen fahrlässig zu zerstören. Obama setzt sich trotz aller Fehlern wohltuend von seinem Vorgänger ab.
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  • Kommentar von H Kuhn (K.H.)
    Habe noch nie Leute der Dakota mit einem solchen Outfit gesehen. Und warum werden Bilder immer bei so dubiosen Firmen wie keystone und Konsorten für teures Geld gekauft? Ich würde meinen, srf sollte genügend Bildmaterial haben, nicht? Schade dass sich heute jeder Jounalist schimpfen kann. Wie schon gesagt, das Bild stimmt nicht und Rock Sioux gibt es auch nicht ... mich würde welche Dakota das betrifft. @mitulla: wenn Sie wüssten was in den USA gegenüber der Urbevölkerung alles geschieht.
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    1. Antwort von Ph. Greene (pgr)
      Voll einverstanden. Die Nasen dieser Personen im Bild sind übrigens keine Sioux-Nasen. Ich frage mich schon, wer diese (manchmal unpassenden) Bilder aus dem Archiv ausgräbt und dann einfach zum Text hinzufügt. Das kann doch nicht der Autor des Textes sein, sonst bekomme ich langsam meine Zweifel wofür ich eine Billag Gebühr zahle ;-)
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    2. Antwort von Esther Siefert (E.S. (parteilos))
      Die Bilder sehen eher aus, wie die Prozession zum Tag von z.B. „El señor de la conquista“ in San Miguel de Allende, Mexico... Sofern ich mich richtig erinnere tragen Sioux allenfalls Federschmuck vom Wild Turkey oder Adler-Federn etc. und keine Federn von exotischen, mittel-/zentralamerikanischen (Paradies)-Vögeln, wie z.B. dem Quetzal etc. ...
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