Pjöngjang weiter auf Konfrontationskurs

Nordkorea hat mit Angriffen auf Militäranlagen der USA auf dem amerikanischen Festland sowie auf den Pazifik-Inseln Guam und Hawaii gedroht. Alle Artillerieeinheiten wurden in volle Kampfbereitschaft versetzt.

Kim Jong Un mit Armee-Chefs.

Bildlegende: Machthaber Kim Jong Un und das oberste Truppenkommando drohen erneut mit einem Militärschlag gegen die USA. Keystone

«Das Oberkommando der Volksarmee erklärt, dass alle Artillerie-Einheiten, einschliesslich der strategischen Raketen-Einheiten und der Einheiten für Langstreckenraketen in die Kategorie 'kampfbereit' versetzt werden», berichtete die staatliche Nachrichtenagentur.

Angriffe könnten sich auch gegen US-Militäreinrichtungen in Südkorea richten. Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten in den letzten Wochen deutlich zugenommen. Pjöngjang hatte den Nichtangriffspakt mit dem Süden gekündigt. Zuvor hatte Nordkorea den USA bereits mit einem atomaren Erstschlag gedroht.

Das südkoreanische Verteidigungsministerium erklärte, es gebe keine Anzeichen für eine bevorstehende Militäraktion des Nordens. Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye rief das Nachbarland auf, seinen «Kurs zu ändern» und seine Atomwaffen aufzugeben.

«Für Nordkorea liegt der einzige Weg zum Überleben darin, seine Provokationen und Drohungen zu unterlassen», sagte Park zum dritten Jahrestag des Untergangs des südkoreanischen Kriegsschiffes «Cheonan» im März 2010. Südkorea macht Nordkoreas Militär für den Untergang verantwortlich, bei dem 46 Matrosen ums Leben gekommen waren. Nordkorea bestreitet eine Verwicklung.