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International PKK bestätigt Waffenruhe

Was der PKK-Anführer aus seiner Zelle angekündigt hat, ist nun bestätigt: Die kurdische Arbeiterpartei legt die Waffen nieder. Dies nährt die Hoffnungen auf eine dauerhafte Beilegung des blutigen Kurdenkonfliktes.

Vermummte Anhänger der PKK.
Legende: Die PKK-Kämpfer wollen die Waffen niederlegen. Keystone

Das erste Zeichen kam am Donnerstag vom inhaftiertem PKK-Chef Abdullah Öcalan. Nun also die Bestätigung vom militärischen Oberbefehlshaber der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Murat Karayilan – die Waffenruhe.

Waffenruhe mit Bedingungen

«Die Guerillakämpfer eines freien Kurdistan werden keine militärische Aktion starten», sagte Karayilan. «Aber wenn unsere Streitkräfte angegriffen werden, werden sie sich selbstverständlich verteidigen.» Ein Rückzug der PKK-Verbände von türkischem Gebiet, zu dem Öcalan ebenfalls aufgerufen hatte, könne aber erst erfolgen, wenn von türkischer Seite die Voraussetzungen dafür geschaffen würden.
 
«Wenn der türkische Staat, Regierung und Parlament, ihrer Verantwortung gerecht werden und die für einen Rückzug nötigen Massnahmen treffen, wenn sie die nötigen Ausschüsse und Institutionen schaffen, wenn sie die Grundlagen für einen solchen Rückzug legen, dann werden auch wir dies erfüllen», sagte der PKK-Kommandant. Vorerst werde die PKK abwarten, dass dies geschehe.

Bislang blieben sämtliche Aufrufe zu einer Waffenruhe erfolglos. Im bewaffneten Konflikt sind seit 1984 mehr als 45'000 Menschen getötet worden.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Serdar Rodi, Aarau
    Und was den Spruch von wegen Ein Staat Eine Flagge usw. angeht, genau diesen Spruch äusserden Erdogan genau vor 2 Tagen. Grudn; Die Kurden in Diyarbakir (Amed) hätte bei der Newroz feier die Türkisch Flagge nicht aufgehängt :) wieso denn auch? würden die Türken, die die kurdische Flagge als ein fetzen Stoff bezeichnen, überhaupt machen? Ich denke, es sollte alles auf gegenseitigkeit beruhen. Nach dem Motto "Ich darf aber du nicht" kann es keinen frieden geben! Viele Grüsse aus dem Aargau
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  • Kommentar von Serdar Rodi, Aarau
    Die PKK hatte schon des öfteren versucht den Konflikt friedlich zu lösen in dem sie immer wieder Waffenstillstand verkündet hatte, doch die Regierung antwortete darum stets mit Waffengewalt. Ich bin Kurde und gleichzeitig wenig Hoffnung, dass es diesmal klappen könnte, denn immer noch wird Nordirak täglich bombardiert. Die Türkei will, dass sich die PKK in den Nordirak zurück zieht, dann muss man sich auch fragen weshalb? wegen dem Frieden oder damit man sie alle in aller Ruhe bombardiere...
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  • Kommentar von Tarkan Ülkücü, Zürich
    @Stump: Wenn Sie recht hätten, dass bei Unrecht aussenstehenden Staaten es erlaubt sein sollte, sich einzumischen, dann sollte man vielleicht mit Ihrer "Heiligen Kuh" Israel zuerst anfangen. Soviel offensichtliches Unrecht geschieht sonst in keinem Land, das von sich behauptet, die einzige westliche Demokratie im Nahen Osten zu sein. Wie wäre es, wenn die Türkei bei diesem Verbechen eines Tages intervenieren würde, vielleicht zusammen mit Ägypten. Ihr Wunsch ist wie ein Bumerang.
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