PKK bestätigt Waffenruhe

Was der PKK-Anführer aus seiner Zelle angekündigt hat, ist nun bestätigt: Die kurdische Arbeiterpartei legt die Waffen nieder. Dies nährt die Hoffnungen auf eine dauerhafte Beilegung des blutigen Kurdenkonfliktes.

Vermummte Anhänger der PKK.

Bildlegende: Die PKK-Kämpfer wollen die Waffen niederlegen. Keystone

Das erste Zeichen kam am Donnerstag vom inhaftiertem PKK-Chef Abdullah Öcalan. Nun also die Bestätigung vom militärischen Oberbefehlshaber der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Murat Karayilan – die Waffenruhe.

Waffenruhe mit Bedingungen

«Die Guerillakämpfer eines freien Kurdistan werden keine militärische Aktion starten», sagte Karayilan. «Aber wenn unsere Streitkräfte angegriffen werden, werden sie sich selbstverständlich verteidigen.» Ein Rückzug der PKK-Verbände von türkischem Gebiet, zu dem Öcalan ebenfalls aufgerufen hatte, könne aber erst erfolgen, wenn von türkischer Seite die Voraussetzungen dafür geschaffen würden.
 
«Wenn der türkische Staat, Regierung und Parlament, ihrer Verantwortung gerecht werden und die für einen Rückzug nötigen Massnahmen treffen, wenn sie die nötigen Ausschüsse und Institutionen schaffen, wenn sie die Grundlagen für einen solchen Rückzug legen, dann werden auch wir dies erfüllen», sagte der PKK-Kommandant. Vorerst werde die PKK abwarten, dass dies geschehe.

Bislang blieben sämtliche Aufrufe zu einer Waffenruhe erfolglos. Im bewaffneten Konflikt sind seit 1984 mehr als 45'000 Menschen getötet worden.