Plündernde Rebellen erschiessen vier Menschen

Die Zentralafrikanische Republik kommt nicht zur Ruhe. Bei schweren Zusammenstössen zwischen Einwohnern und Rebellen sind mindestens vier Menschen getötet worden.

Karte von Afrika.

Bildlegende: Die ehemalige französische Kolonie ist reich an Bodenschätzen. sf

Zu den Ausschreitungen kam es am Dienstag, nachdem Rebellen der Bewegung Séléka eine Zuckerfabrik geplündert hatten. Einwohner protestierten dagegen, worauf die Rebellen das Feuer eröffneten und zwei Zivilisten erschossen. Bei weiteren Zusammenstössen wurden auch zwei Aufständische erstochen.

Die Fabrik war bereits vor wenigen Tagen von den Rebellen geplündert worden, die die Region kontrollieren. Daher sei die Stimmung vor Ort «sehr angespannt» gewesen.

Die Rebellenbewegung Séléka hatte am 10. Dezember in Zentralafrika zu den Waffen gegriffen. Séléka fordert von der Regierung der früheren französischen Kolonie die Umsetzung mehrerer Abkommen. Seitdem brachte sie weite Teile des Landes unter ihre Kontrolle. Die Region rund um Bambari fiel am 23. Dezember in ihre Hände.

Rebellen wollen verhandeln

Die Rebellen haben ihren Vormarsch auf die Hauptstadt Bangui gestoppt und sich zu Verhandlungen bereit erklärt. Die Gespräche in Gabuns Hauptstadt Libreville sollen kommende Woche starten.