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Polens Unabhängigkeitstag Nationalisten marschieren durch Warschaus Strassen

«Gott, Ehre, Vaterland»: Am Nationalfeiertag nahmen Zehntausende an der von Ultrarechten organisierten Demo teil.

Legende: Video Nationalisten ziehen durch Polens Hauptstadt abspielen. Laufzeit 0:22 Minuten.
Vom 12.11.2017.

Zehntausende Nationalisten und Rechtsradikale sind bei einem sogenannten Unabhängigkeitsmarsch durch die Strassen Warschaus gezogen. Sie riefen Slogans wie «Gott, Ehre, Vaterland» und «Polnische Industrie in polnische Hände», wie die Agentur PAP berichtete.

Zahlreiche Teilnehmer entzündeten bengalische Feuer. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot von rund 6000 Beamten im Einsatz, um rund 60'000 Demonstranten unter anderem mit Absperrgittern unter Kontrolle zu halten. Antifaschisten kamen unter dem Motto «Für unsere und eure Freiheit» zu einer Gegendemonstration zusammen.

Männer mit roten Bengalos.
Legende: Äusserlich ein Hauch von Fussballfest – innerlich laut Veranstaltern eine Prozession für «Gott, Ehre, Vaterland». Keystone

Hintergrund war der 99. Jahrestag der Wiedererlangung der staatlichen Unabhängigkeit Polens im Jahr 1918. Damals war die lange Teilung Polens durch Preussen, Österreich-Ungarn und Russland überwunden worden. In einer offiziellen Zeremonie zum Nationalfeiertag hatten Präsident Andrzej Duda und weitere Spitzenpolitiker am Nachmittag am Grabmal des unbekannten Soldaten in Warschau Kränze niedergelegt.

Auf Einladung Dudas nahm an diesen Feierlichkeiten auch EU-Ratspräsident Donald Tusk teil. «Kein Politiker in Polen hat oder wird in Zukunft ein Monopol auf den Patriotismus haben», mahnte der Ex-Ministerpräsident.

36 Kommentare

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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Die PiS und Koczinsky sehen es mit Wohlgefallen. Wer bedroht eigentlich Polens Freiheit oder warum der ultranationalistische Fanatismus wegen eingebildeter "Überfremdung", wo nach Polen ohnehin kein Migrant hin will? Andererseits könnten sich andere Länder der EU gegen polnische Überfremdung wehren. Großbritannien hat hier den Anfang gemacht, ohne, wie es in Großbritannien gesehen wird "polnische Überfremdung" hätte es den BREXIT mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht gegeben.
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  • Kommentar von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
    Ich lese die Kommentare durch ind stelle einmal mehr fest: Es wird über die EU, die Anderen und die Ostländer geschrieben. Und wie steht es mit der rechtsnationalen bis nationalsozialistischen Gesinnung im eigenen Land? Es ist immer so einfach die Anderen zu bewerten und zu kritisieren. Die Schweiz die Insel der Braven und Heiligen? Soll dann mal niemand hier sagen: Ich wusste von nichts“
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    1. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      ................in der Schweiz, nicht in der EU, die angeblich Nationalismus befördert, soll es ja, wie man so hört, ca. 30 % rechtsnationale Wähler geben. Nicht weiter schlimm, da die Schweiz, wie gesagt nicht in der EU ist und allein aufgrund ihrer schieren Größe keinen größeren Flurschaden anrichten kann.
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    2. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      xyzz, der Flurschaden, den die CH anrichtet, liegt nicht in der Anzahl der rechtsnationalen CH-Wähler, sondern in der länderübergreifenden Vermittlerrolle zwischen den in praktisch allen europäischen Staaten zunehmend manifesten Gruppierungen und Parteien mit rechtsnationaler Gesinnung. Hierzulande wird kaum diskutiert, wie z.B. AfD-Kandidaten massiv finanziell unterstützt wurden oder Werbematerial in die Benelux-Staaten und den Osten inkl. Russland geliefert wurde.
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  • Kommentar von A. Zuckermann (azu)
    Die grösste Gefahr für Europa sind Neo-Nazis und Faschisten. Wen das zur Normalität würde, hätte das Massive folgen. Das ist dunkel… das was da auf uns zukommen könnte, ist dunkel, ok? Nationalismus hat uns zwei Weltkriege beschert, und der Dritte, wäre der letzte...
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    1. Antwort von martin blättler (bruggegumper)
      Sie vergessen leider die Anhänger des Sozialismus bis zu Stalinjüngern, ebenso gefährlich wie brutal ,gestern wie heute.Linke Chaoten werden Faktor 10 häufiger straffällig als rechte Hooligans.
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    2. Antwort von Lucas Kunz (L'art pour l'art)
      Herr Blättler, die grössere Gefahr geht eben von den Neonazis aus, da diese wesentlich besser organisiert sind und Vertreter gar in Politik und höchsten Ämtern inne haben. Wie erklären Sie sich, dass etwa unter Ueli Maurer als damaliger Chef des CH-Geheimdienstes bewusst die rechte Szene nicht beobachtet wurde?
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    3. Antwort von kurt trionfini (kt)
      Herren Kunz und Blättler; Zwei Dinge, die sich- selbsterklärend- immer wieder in den Schwanz beissen: 1. Länderübergreifende Zusammenarbeit stramm Nationalpatriotischer Parteien. 2. Straffe Organisationsformen bei Anarchos und Autonomen. Schmunzelnder Gruss.
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    4. Antwort von Karl Kirchhoff (Charly)
      @Blättler Die Behörden dokumentierten 2016 eindeutig mehr rechte als linke extremistisch motivierte Straftaten – mehr als vier Mal so viele. Die Zahl rechtsextremistischer Gewalttaten ist weiter gestiegen (um 13,6 Prozent). Die Zahl linksextremistisch motivierter Gewalttaten ist 2016 gesunken (um fast sieben Prozent). https://www.mdr.de/investigativ/verfassungsschutzbericht-linker-extremismus-100.html
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