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Anschlag in Barcelona Polizei bestätigt Erschiessung des Hauptverdächtigen

Legende: Video Polizei erschiesst Hauptverdächtigen abspielen. Laufzeit 1:28 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.08.2017.
  • Der mutmassliche Attentäter von Barcelona ist tot. Die Polizei hat dies bestätigt.
  • Sie erklärte, bei einem «Vorfall» in Subirats, westlich von Barcelona, sei eine Person getötet worden, die offenbar einen Sprengstoffgürtel getragen habe. Medienberichten zu Folge war dieser nicht echt.
  • Der 22-jährige Marokkaner soll am Donnerstag mit einem Lastwagen auf der Flaniermeile Las Ramblas in Barcelona Passanten überfahren und dabei 13 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt haben.

Vier Tage nach dem Terroranschlag von Barcelona hat die Polizei in Katalonien den europaweit gesuchten mutmasslichen Haupttäter getötet. Der 22-jährige Marokkaner wurde in der Nähe des Ortes Subirats niedergeschossen, teilte die Polizei mit. Nach Angaben der Ermittler hatte er am Donnerstag vergangener Woche mit einem Lieferwagen auf der Flaniermeile Las Ramblas 13 Menschen umgebracht und später einen Mann erstochen, um dessen Auto zu benutzen.

Attentäter erschossen

Ein Sprengstoffgürtel, den der Mann trug, habe sich nach einer Untersuchung als Attrappe herausgestellt, wie Medien berichteten. Eine Frau habe die Polizei informiert, nachdem der Mann sich Häusern in dem kleinen Ort Subirats genähert hatte. Als er angesprochen worden sei, flüchtete er in nahe gelegene Weinberge. Dort wurde er demnach von der Polizei gestellt.

Legende: Video Tatverdächtiger ist bekannt und flüchtig abspielen. Laufzeit 1:17 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 21.08.2017.

Autofahrer getötet

Beim Attentat am Donnerstag waren 13 Menschen getötet und mehr als 120 weitere verletzt worden. Ein weiteres Opfer wurde erstochen in einem Auto entdeckt, das kurz nach dem Attentat auf den Ramblas eine Polizeisperre durchbrochen hatte. Die Ermittler vermuten, dass der Attentäter den Fahrer dieses Fahrzeugs tötete, um mit dessen Auto zu fliehen.

Das Auto mit der Leiche auf dem Beifahrersitz war von der Polizei am Donnerstagabend in Sant Just Desvern gefunden worden, einem Vorort von Barcelona.

Bestätigung eines weiteren Todesopfer durch die Regierung Kataloniens

Radikaler Imam ist tot

Alle fünfzehn Todesopfer sind nun offiziell identifiziert. Es handelt sich laut dem katalonischen Justizminister Carles Mundo um acht Männer – darunter zwei Minderjährige – und sieben Frauen. 50 Verletzte sind noch hospitalisiert. 76 konnten entlassen werden.

Das Schweizer Aussendepartement teilt mit, dass bei den Anschlägen in Barcelona und Cambrils keine Schweizer Staatsangehörige zu Schaden gekommen sind.

Der Imam, der die Attentäter von Barcelona und Cambrils islamistisch radikalisiert haben soll, ist tot. Wie die katalanische Polizei mitteilte, starb Abdelbaki Es Satty vergangene Woche bei der Explosion in einem Haus in Alcanar südlich von Barcelona. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Terrorzelle dort Bomben für Anschläge zusammenbasteln wollte.

22 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Steffen (/\o/\)
    An alle Überängstlichen: Die digitale Technologie macht es möglich - bald sind wir alle total überwacht, kontrolliert! Überall! Die intelligenten Kameras, Sensoren und Mikrofone bieten Euch unendlich viel "Scheinsicherheit" und eliminieren damit auch all unsere Freiheiten! Die Welt wird zum Hochsicherheitsgefängnis! Algorithmen entscheiden, wer sich systemkonform verhält, wer die richtigen Gene hat! Alle anderen werden PRÄVENTIV eliminiert! Schöne, neue, totalitäre Welt - nicht wahr? Terrorfrei?
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  • Kommentar von Jacqueline Zwahlen (Jacqueline Zwahlen)
    Ich finde es störend, dass die Haupttäter immer gleich erschossen werden. Geschieht das, weil es in den betreffenden Ländern keine Todesstrafe mehr gibt? Es wäre doch interessant und nicht zuletzt vielleicht sogar lösungsorientiert, zu erfahren, was genau für Gründe so ein junger Mensch zu solch unmenschlichen Taten bewegen. Auch, woher er und seine Komplizen allfälliges Material - etwa zum Bomben basteln - und Waffen herhaben. Und wer genau die Auftraggeber/Anstifter sind.
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  • Kommentar von P. Gemperle (PGT)
    Habe gestern zum Kommentar von "Ebenfalls unklar ist, ob sich der gesuchte 22-jährige Hauptverdächtige noch im Land befindet" geschrieben: „Ich denke Mal er ist noch im Land. Hat ja in den grossen Muslimquartieren in den Städten genügend Platz und auch Sympathisanten um unter zu tauchen". Ich dachte dabei, dass ihn Freunde oder Bekannte nicht ans "Messer" liefern würden. Ihn dann dort zu suchen käme der Suche der Stecknadel im Heuhaufen gleich. Gut/dumm, dass er sich zu "sicher" gefühlt hat!
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