Polizei erschiesst Afroamerikaner: Proteste in Charlotte

In der US-Stadt Charlotte in North Carolina haben Hunderte Menschen gegen Polizeigewalt protestiert. Zwölf Beamte wurden dabei verletzt. Die Proteste waren ausgebrochen, nachdem Polizisten am Nachmittag einen Afroamerikaner erschossen hatten.

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Proteste in Charlotte (englisch, unkommentiert)

0:30 min, vom 21.9.2016

Nachdem Polizisten in der US-Stadt Charlotte in North Carolina einen Afroamerikaner auf einem Parkplatz erschossen hatten, sind Proteste gegen Polizeigewalt ausgebrochen: Hunderte Menschen versammelten sich, skandierten «Black Lives Matter» («Auch schwarze Leben zählen»).

Auf Bildern ist zu sehen, wie sie Wasserflaschen gegen Polizisten werfen und ein Dienstfahrzeug zerstören. Laut Polizeiangaben wurden bis zu zwölf Beamte verletzt, einer sei von einem Stein im Gesicht getroffen worden.

Die Polizei gab an, der am Nachmittag erschossene Mann sei bewaffnet gewesen. Seine Schwester sagte gegenüber Medien, diese Angaben seien falsch. Ihr Bruder habe in seinem Auto ein Buch gelesen und auf seine Kinder gewartet, als die Polizei ihn erschoss. Die Stadtpräsidentin von Charlotte, Jennifer Roberts, kündigte eine umfassende Untersuchung des Falles an.

In verschiedenen Teilen der USA hatte es in den vergangenen Monaten und Jahren Proteste gegen exzessive Polizeigewalt gegen Schwarze gegeben. Erst am Montag war ein Video veröffentlicht worden, das zeigte, wie eine Polizistin in Oklahoma einen unbewaffneten Afroamerikaner erschoss.