Zum Inhalt springen

Tödliche Attacke in Finnland Polizei geht von Terror aus und verhaftet Landsleute des Täters

Einsatzfahrzeuge in Turku
Legende: Rettungsfahrzeuge vor dem Marktplatz in Turku, wo ein Mann am Freitagnachmittag Passanten mit einem Messer attackierte. Keystone
  • In der finnischen Stadt Turku hat ein mit einem Messer bewaffneter Mann am Freitag acht Menschen attackiert. Dabei kamen zwei Personen ums Leben, sechs wurden verletzt.
  • Der mutmassliche Täter war kurz nach der Tat angeschossen und festgenommen worden. Es handelt sich dabei um einen 18 Jahre alten Marokkaner.
  • Er hatte es offenbar bewusst auf Frauen abgesehen. Die beiden Getöteten und die sechs Verletzten seien Frauen, teilte die Polizei mit.
  • Am Morgen meldeten die Behörden, dass von einem terroristischen Hintergrund auszugehen sei.
  • Laut neusten Polizei-Informationen wurden zudem vier Landsleute des Tatverdächtigen verhaftet.

Die Tat werde als Mord mit «terroristischem Vorsatz» behandelt, gaben die Ermittler am Vormittag bekannt. Der Attentäter sei 2016 nach Finnland gekommen. Der finnische Sender MTV berichtete, der Asylantrag des 18-Jährigen sei abgelehnt worden.

Die Polizei hatte dem Täter am Freitag ins Bein geschossen und nahm ihn fest. Landesweit wurden die Sicherheitsmassnahmen hochgefahren, darunter am Flughafen der Hauptstadt Helsinki und an Bahnhöfen. Der Geheimdienst SIS hob die Sicherheitsstufe von «niedrig» auf «erhöht» an.

Polizeipräsenz auf Plätzen, Strassen und Bahnhöfen

Nach Angaben von Innenministerin Paula Risikko wurden Polizeikräfte im Land angewiesen, erhöhte Präsenz auf öffentlichen Plätzen zu zeigen. Sichtbar wurde dies etwa an Bahnhöfen und am Flughafen der Hauptstadt Helsinki. Züge und Busse wurden Medienberichten zufolge auf dem Weg aus Turku heraus kontrolliert. Risikko zufolge wurden auch die Sicherheitskontrollen an den Grenzen intensiviert.

Turku liegt etwa 170 Kilometer westlich von Helsinki an der Südwestküste Finnlands. Die Stadt hat 190'000 Einwohner. Im Oktober 2012 hatte sich dort ein offenbar geistig gestörter Mann dem damaligen Regierungschef Jyrki Katainen mit einem Messer genähert. Sicherheitsleute überwältigten den Mann. Ein Verfahren gegen ihn wurde nicht eröffnet.

Legende: In Turku, einer Stadt im Südwesten Finnlands hat es eine Messerstecherei gegeben. SRF

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

43 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Dass andere europäische Staaten, besonders in Osteuropa, sauer auf Deutschland, Frankreich oder Österreich sind die Millionen Muslime unkontrolliert reingelassen haben bzw. nicht abschieben, verwundert in der Tat nicht. Denn diese Staaten haben durch die offene EU die Radikalen auch bald am Hals.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Samuel Röthlisberger (S.Roethlisberger)
    Also wenn ich hier so lese, glaube ich, dass gewisse Leute wirklich denken, es gäbe so etwas wie garantierte Sicherheit. Nein, die gibt es nicht. Ich hatte und habe nie Angst vor Terror. Das Risiko, auf meinem Arbeitsweg einen Autounfall zu haben, ist zig mal grösser. Soll ich mich nun dafür einsetzen alle Autos zu verbieten? Und noch eins: Ich arbeite mit einem Moslem zusammen. Das sind Menschen wie sie und ich. Es ist beschämend, wie Leute hier alle Moslems quasi unter Generalverdacht stellen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Olivier TODESCO (Olive)
    ist immer das Gleiche, zuerst weiss niemand was, dann macht die Polizeikorps in hektisch und Aktion......verhaften ganze Sippschaften (welche dann meistensnach richterlicher Anhörung freigelassen werden müssen).....dann stürmen Sie Wohnungen......meistens mit mehr Toten als Festgenommen......und dann wird die "angelbliche" polizeiliche Höchstleistung" noch gefeiert......nur politisch sind wir keinen Schritt weiter.....nur das wir Alle ruhig schlafen können....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Andrea Esslinger (Andrea Esslinger)
      Ich schlafe ruhig. Die wirkliche Gefahr beim Schlafen (und Leben generell) ist der Herzstillstand, und dem begegne ich mit einem gesunden Lebensstil. Nicht die Politik, jeder selbst muss etwas für seine Sicherheit tun, nämlich gesund Leben und vorsichtig Velo- und Motorradfahren.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen