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Silvester in Köln Polizei korrigiert Angaben zu Herkunftsländern

Die Kontrolle: An Silvester hat die Kölner Polizei am Hauptbahnhof hunderte junge Männer überprüft und dies später als Kontrolle von «Nafris» (Nordafrikaner) kommuniziert. Das hat eine hitzige Diskussion ausgelöst.

Die Korrektur: Jetzt kommt heraus – ein grosser Teil der kontrollierten Männer kommt nicht aus Nordafrika. Die meisten Kontrollierten stammen aus Irak, Syrien oder Afghanistan. Zudem wurden viele Männer gleich mehrfach überprüft. So wurden aus den 2500 Überprüfungen 674 Identitäten.

Die Übergriffe: Die Kölner Polizei war an Silvester mit einem Grossaufgebot unterwegs, weil es im Jahr zuvor zu zahlreichen sexuellen Übergriffen und massenhaften Diebstählen gekommen war. Die meisten Verdächtigen waren Nordafrikaner. Dieses Mal war die Polizei mit 1700 Beamten vor Ort. Es wurden nur sehr wenige Delikte angezeigt.

Die «Nafri»-Diskussion: Der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies bedauerte in einem Interview die Verwendung der Bezeichnung «Nafris». «Den Begriff finde ich sehr unglücklich verwendet hier in der Situation. (...) Das bedauere ich ausserordentlich.» Die Bezeichnung werde als «Arbeitsbegriff» innerhalb der Polizei verwendet. Auch das deutsche Innenministerium distanzierte sich von dem Begriff. Doch das Bedauern über die Verwendung des Begriffs ändere nichts an Erforderlichkeit und Verhältnismässigkeit der Massnahme.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Berner (Markus Berner)
    Wenn ein Syrer eine Frau begrappscht, dann hat er ein falsche Weltanschauung - wenn ein Amerikaner eine Frau begrappscht, dann wird er Präsident.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Von der Weltanschauung und der Stellung der Frau und des Ungläubigen spielt es keine Rolle, ob es nun Nafris, Syrer, Iraker, Somalis, Afghanen etc. sind. Diese Sicht auf die Welt, die neuerdings auch zu Europa gehört, ist nämlich der verbindende Faktor zwischen allen diesen Gruppen.
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  • Kommentar von Walter Starnberger (Walter Starnberger)
    Das Zeitalter der Ausweiskontrollen ist sowieso abgelaufen. In Deutschland und anderen Ländern sind zahllose Menschen mit gefälschten Ausweisen unterwegs, problemlos erhältlich ab 1000 Euro. Zuverlässige Aussagen sind nur noch mittels biometrischer Daten möglich, Fingerabdrücke, Augenscans und DNA-Auswertungen. Alles andere führt nur zu Fake-News.
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    1. Antwort von John Johnson (Kelten)
      @Starnberger. Gemäss meinen Informationen bekommt man einen "optimal gefälschten" Pass schon ab 200 EUR; -und dies sogar in mehreren südeuropäischen Staaten. Selbst den AHV-Beamten ist aufgefallen, dass viele der zurückgekehrten Südeuropäer-Pensionäre "ewig leben und nie sterben". Eine wahrheitsgetreue Kontrolle ist schlicht unmöglich, weil man den käuflichen Betrug/Ausweis (keine Todesurkunde) sehr günstig von gewissen "armen Staatsbeamten" bekommt :-)
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