Zum Inhalt springen

International Polizei zwingt syrische Flüchtlinge von Kreuzfahrtschiff

Die zyprische Polizei hat hunderte Flüchtlinge aus Syrien dazu gezwungen, das Kreuzfahrtschiff «Salamis Filoxenia» im Hafen von Limassol zu verlassen. Die Flüchtlinge waren am Donnerstag vor Zypern aus ihrer Seenot gerettet worden.

Legende: Video «Probleme bei syrischen Flüchtlingen auf Kreuzfahrtschiff» abspielen. Laufzeit 5:22 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 26.09.2014.

345 Flüchtlinge aus Syrien sind vor Zypern von einem Kreuzfahrtschiff aus Seenot gerettet worden. Nach der Ankunft in Limassol weigerte sich die Mehrheit der Flüchtlinge, an Land zu gehen. Sie forderten, nach Italien gebracht zu werden, wie das staatliche zyprische Fernsehen meldete. Deshalb musste dann die Polizei eingreifen und Flüchtlinge zwingen, das Schiff zu verlassen.

«Das ist das Dankeschön. Wir haben sie gerettet, gefüttert und jetzt wollen sie das Schiff nicht verlassen. Wir werden ruiniert», sagte ein Sprecher des Kreuzfahrtbetreibers im Rundfunk. Durch den Ausfall einer Kreuzfahrt am Freitag habe sein Unternehmen hunderttausende Euro verloren.

Kleines Boot, daneben Schiff. Leute im Boot.
Legende: Das Kreuzfahrtschiff hat die Flüchtlinge gerettet. Jetzt wollen sie an Bord bleiben. Keystone

Gefährliche Flucht

Die Flüchtlinge stammen nach Schätzungen der Behörden fast alle aus Syrien. Unter ihnen sind viele Familien, mehr als 50 Kinder sind dabei. Die Flüchtlinge sollen in ein Flüchtlingslager westlich der Inselhauptstadt Nikosia gebracht werden. Im Mittelmeer sind in den vergangenen Monaten tausende Flüchtlinge ums Leben gekommen.

Die zahlreichen Konflikte im Nahen Osten sowie in Ost- und Zentralafrika haben 2014 eine beispiellose Zahl von Menschen in die Flucht getrieben. Seit Jahresbeginn kamen nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bereits etwa 3000 Menschen bei ihrer Flucht über das Mittelmeer ums Leben.

25 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Das sind "Fluechtlinge" die nicht Sicherheit anstreben, sondern Europa.... sonst waere ihnen auch Liimassol recht
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Sicher ist für Menschen tragisch, wenn es in ihrem Land wenig Perspektiven gibt. Sei es durch Aufstände, Kriege, Wirtschaftskrisen, Naturkatastrophen usw. Aber es kann nicht angehen, dass diese Länder systematisch entvölkert werden & sie alle in Europa auf Dauer bleiben wollen. So viele "verträgt" Europa nicht. Asyl "Ja", aber nicht auf Dauer. Sie sollen, sobald es die Umstände zulassen zurück kehren & mithelfen ihr Land wieder aufzubauen. Europa hilft ihnen dabei gerne.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Charles Halbeisenc, Bronschhofen
    Diese Flüchlinge tun mir leid. Wir haben trotzdem keinen Platz. Es kann doch nicht sein dass in fremden Ländern islamische Terrristen Menschen wie eine Kuhherden aufscheuchen, die aus ihren Ländern rennen und meinen bei uns hätte es noch grosse saftige Wiesen, wo sie ein neues Leben abfangen können. Sie sollen zurück und ihrer Heimat vom Feind befreien. Mögen sie sich eine kurze Zeit bei und erholen, aber es sollte ihnen schon von Anfang an klar sein, dass ihre Zukunft nicht in Europa liegt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Das Problem welches wir haben ist, dass sie alle bleiben wollen & ihre Zukunft in Europa sehen. DAS ist falsch! Sie kommen mit falschen Hoffnungen, die Europa ihnen auf Dauer nicht erfüllen kann, denn Europa ist nicht das Land wo Milch & Honig fliesst. Die meisten Menschen in der EU sind auch nicht auf Rosen gebettet & viele haben keine Arbeit. Alle diese Länder sind tief verschuldet & müssen sparen. Das weckt Unmut, Unzufriedenheit & schürt Konflikte.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen