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International Polizeiaktion gegen den Terror: Das Protokoll zum Nachlesen

Stundenlang kämpfte eine Spezialeinheit der Polizei vor den Toren Paris gegen ein Terrorkommando. Die Bilanz: Acht Verhaftete und mindestens zwei Tote. Die Gruppe hatte sich offenbar auf einen weiteren Anschlag vorbereitet. Unklar ist das Schicksal des als Drahtzieher geltenden Abdelhamid Abaaoud.

  • Im Pariser Vorort Saint-Denis fand ein Grosseinsatz von Spezialkräften der französischen Polizei statt.
  • Mindestens zwei Personen wurden getötet, darunter eine Frau, die sich in die Luft sprengte.
  • Die Polizei hat acht Verdächtige festgenommen, darunter offenbar eine Frau. Die Identität von drei von diesen Personen steht noch nicht fest.
  • Der mutmassliche Drahtzieher der Anschläge, Abdelhamid Abbaoud, befindet sich nicht unter den Verhafteten.
  • Die Schweiz geht derzeit nicht von einer konkreten Bedrohungslage aus.
  • Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga ruft zur Besonnenheit im Kampf gegen den Terrorismus auf.

Der Ticker ist abgeschlossen

  • 21:34

    Hiermit beenden wir unseren Liveticker. Besten Dank für die Aufmerksamkeit und einen guten Abend.

  • 21:13

    Saint-Denis: Ein Tag im Belagerungszustand

    Ganze sieben Stunden lang dauerte der Polizeieinsatz gegen die Terrorgruppe, die sich in einer Wohnung in Saint-Denis verschanzt hatte. Für die Bewohner des betroffenen Viertels eine Qual: Sie konnten erst nach und nach in Sicherheit gebracht werden. Mehr als 60 Anwohner müssen psychologisch betreut werden. «Der Lärm der Explosionen und Schüsse hat sie zutiefst verstört», sagt der Mediziner Jean-Marc Agostinucci vom Roten Kreuz.

    Legende: Video FOKUS: Den Tätern auf der Spur abspielen. Laufzeit 04:03 Minuten.
    Aus 10vor10 vom 18.11.2015.
  • 21:00

    Metalldetektoren auch vor TGV-Fahrten?

    In und um Paris stauen sich die Autos. Die Metro oder den Zug zu benutzen, erscheint derzeit vielen Menschen als zu gefährlich. Um die öffentlichen Verkehrsmittel sicherer zu machen, sollen bald auch für TGV flächendeckend Metalldetektoren eingeführt werden: Die französische Transportministerin Ségolène Royal will Gepäck- und Personenkontrollen wie am Flughafen. Doch: Bei den Zugspassagieren kommt die Idee nicht gut an.

    Legende: Video Debatte über schärfere Sicherheitsmassnahmen abspielen. Laufzeit 02:04 Minuten.
    Aus Tagesschau vom 18.11.2015.
  • 20:34

    Französische Polizei gab rund 5000 Schüsse ab

    Als «sehr heftiges Gefecht» hatte der französische Staatsanwalt die Polizeiaktion in Saint-Denis bezeichnet. Offenbar gaben alleine die Polizisten mehr als 5000 Schüsse ab, nachdem sie die gepanzerte Tür der Wohnung gesprengt hatten.

    Legende: Video SRF-Korrespondent Michael Gerber zur Polizeiaktion abspielen. Laufzeit 03:10 Minuten.
    Aus Tagesschau vom 18.11.2015.
  • 20:20

    Handy der Attentäter entdeckt: «Wir legen los, wir fangen an.»

    Die Attentäter von Paris haben wohl per SMS kommuniziert. Ein Handy mit der Textnachricht «Wir legen los, wir fangen an» sei in einem Mülleimer nahe des Musiksaals «Bataclan» gefunden worden, bestätigte Staatsanwalt François Molins. Es gelte nun festzustellen, wer der Adressat der Nachricht sei.

  • 20:16

    Frankreich untersagt Kundgebungen an Klima-Gipfel

    Die französische Regierung will am UNO-Klimagipfel in Paris keine Kundgebungen zulassen: Die für den 29. November und 12. Dezember geplanten Demonstrationen werden verboten. Zu dem Treffen vom 30. November bis 11. Dezember werden Dutzende Staats- und Regierungschefs erwartet.

  • 19:48

    Abgehörte Telefone führten zur Terrorzelle

    Die französische Polizei hatte aus abgehörten Telefonaten Hinweise erhalten, dass sich der Drahtzieher der Terrorserie, Abaaoud, in der Wohnung in Saint-Denis aufhalten könnte.

  • 19:30

    Zahl der Toten nach Grosseinsatz unklar

    Der Pariser Staatsanwalt ist nach eigenen Aussagen nicht imstande zu sagen, wie viele Personen beim Grosseinsatz ums Leben kam.

    Legende: Video Haus in Saint-Denis: Die Spuren des Terroreinsatzes abspielen. Laufzeit 00:25 Minuten.
    Aus News-Clip vom 18.11.2015.
  • 19:28

    Abdelhamid Abbaoud nicht unter den Verhafteten

    Der Pariser Staatsanwalt bestätigt, dass der mutmassliche Drahtzieher, Abdelhamid Abbaoud, nicht zu den acht Verhafteten zählt. Der Gesuchte könnte hingegen zu den Toten zählen oder sich in den Trümmern des zerstörten Hauses befinden. Auch der international gesuchte Terrorverdächtige Salah Abdeslam befindet sich nicht unter den Verhafteten.

    Beschädigte Hausfassade
    Legende: Das Haus, in welchem der Grosseinsatz in St. Denis stattfand. Reuters
  • 19:22

    «Neutralisierte Terrorzelle» war kurz davor, zuzuschlagen

    Der Pariser Staatsanwalt, François Molins, bestätigt, dass die «neutralisierte Terrorzelle» kurz davor war, zuzuschlagen. Von den sieben verhafteten Männern müssen drei noch identifiziert werden. Die Identittät der Frau konnte noch nicht festgestellt werden.

  • 19:06

    Drei Tote bei Grosseinsatz in St. Denis

    Beim Grosseinsatz der französischen Polizei kam offenbar ein weiterer Verdächtiger ums Leben. Damit würde die Bilanz neu drei Tote und sieben Festnahmen betragen.

  • 18:14

    Polizei schliesst mehrere Gleise des Genfer Bahnhofs

    Wegen eines verdächtigen Gegenstands wurden im Genfer Bahnhof Cornavin die Gleise 5 bis 8 während 90 Minuten geschlossen, berichtet das Westschweizer Fernsehe RTS. Der Gegenstand wurde zwischenzeitlich gesprengt. Es ist mit Verspätungen zu rechnen.

  • 17:42

    De Mazière appelliert an Eltern von Radikalisierten

    Bundesinnenminister Thomas de Maiziere appelliert an Eltern in Deutschland, mögliche Radikalisierungstendenzen ihrer Kinder zu unterbinden. Jeder Vater, jede Mutter dürfe vor eventuellen Radikalisierungen nicht die Augen verschliessen, sagte de Maiziere. Es sei kein Verrat am eigenen Sohn, an der eigenen Tochter, sondern Ausdruck von Sorge und ein Zeichen von Liebe und Gemeinschaft.

  • 17:21

    Schweiz verstärkt Kontrolle bei Flüchtlingen

    Nach den Terroranschlägen von Paris will die Schweiz neu ankommende Asylsuchende genauer unter die Lupe nehmen. Gemäss Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga lässt die Einwanderungsbehörde Asylsuchende aus Risikostaaten wie Syrien daher vom Nachrichtendienst überprüfen. Zudem würden die Grenzbehörden auf Verdacht Personen und Waren vor allem im Norden und Osten des Landes kontrollieren.

  • 17:08

    Wer ist der mutmassliche Drahtzieher der Anschläge?

    Der mutmassliche Drahtzieher des Terrors von Paris steht seit Monaten auf sämtlichen Fahndungslisten – bisher erfolglos: Abdelhamid Abaaoud – 28-jähriger Belgier mit schauderhaftem Lebenslauf.

    Abdelhamid Abaaoud
    Legende: Abdelhamid Abaaoud Keystone
  • 16:57

    Russland bombardiert Öl-Infrastrukturen vom IS

    Russische Bomber greifen offenbar Öl-Infrastrukturen des IS in den syrischen Provinzen Rakka, Aleppo, Idlib, Daïr az Zour an. Gleichzeitig will Ruslland seine Mittel zur Informationsbeschaffung verstärkt und ergänzt haben – einschliesslich der Erkennung via Satellit.

  • 16:55

    IS zeigt Bombe für russisches Flugzeug

    Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in der neuen Ausgabe seines Internet-Magazins «Dabiq» gezeigt, wie sie die Bombe versteckte, die eine russische Maschine bei Scharm el Scheich zum Abstürzen brachte. Das Bild zeigt eine Getränkedose. In dieser soll der IS den Sprengstoff in den Flieger geschmuggelt haben.

  • 16:41

    Staatsanwalt will über Anti-Terror-Einsatz in Saint-Denis informieren

    Der für Terrorismus zuständige Staatsanwalt François Molins will am Mittwochabend über Einzelheiten des Anti-Terror-Einsatzes in Saint-Denis bei Paris informieren. Molins kündigte für 19.00 Uhr eine Pressekonferenz an.

  • 16:40

    Die Kommunikation der Attentäter lief offenbar über Playstation 4

    Die Attentäter von Paris könnten Medienberichten zufolge bei der Vorbereitung der Anschläge über die Chatfunktion der Spielekonsole Playstation 4 kommuniziert haben. Diese Kommunikation innerhalb von Computerspielen stellt Sicherheitsbehörden vor extreme Herausforderungen, da eine Vielzahl von Multiplayerspielen existieren. Ein zusätzliches Hindernis stellt die Geschlossenheit der «Voice-Chats» innerhalb eines Spiels dar, der man nur auf Einladung durch andere Nutzer beitreten kann.

  • 16:16

    De Maizière warnt, Schweden reagiert

    Der deutsche Innenminister Thomas de Maizière hält weitere Anschläge in Europa für möglich. «Die Bedrohungslage (...) ist ernst», sagte er bei einer Tagung in Mainz. Nach allem, was bisher bekannt sei, seien die Attacken in Paris das Ergebnis oder Teil einer ersten koordinierten Anschlagsserie des IS auf dem Kontinent gewesen.

    Unterdessen hat auch Schweden auf die Anschläge reagiert und die Terrorismus-Warnstufe auf das zweithöchste Niveau angehoben. Anlass dafür seien «konkrete Informationen», erklärt die schwedische Polizei. Die Staatsanwaltschaft habe Vorermittlungen eingeleitet wegen des Verdachts der Vorbereitung einer Terrorismus-Straftat.

    Thomas de Maizière
    Legende: Thomas de Maizière Keystone

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57 Kommentare

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  • Kommentar von Erwin Jenni (ej)
    @szabo, wach: Nur noch dies: In seiner modernen Form, die sich seit den 1970er Jahren, verstärkt seit 1982 entwickelte, wurden Selbstmordattentate zunehmend zum Merkmal des islamistischen Terrors. Christoph Reuter schrieb in seinem 2003 erschienenen Buch, Selbstmordattentate hätten in der islamischen Welt ihren Ursprung und die Iraner hätten den Boden dafür bereitet. (Krieg Iran-Irak 1980-1988) Wenn sie meinen Text genau lesen würden, wäre ihnen klar, was ich damit sagen will!
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  • Kommentar von N. Schmid (Schmid)
    Merkwürdig, die Gleichen, welche den Geldfluss und die Waffenlieferungen in den mittleren Osten erhöhen (Verhinderung von Effizienzförderung und Waffenexportsbegrenzungen), Potentatengelder verstecken, den ÖV abbauen (weniger sichere Verkehrsmittel), die drei alten AKW bis zum Nimmerleinstag betreiben, die internationale Zusammenarbeit kappen und bei der Polizei/Grenzwachtcorps sparen möchten (um Steuergeschenke für Milliardäre finanzieren zu können) jammern, es sei nicht sicher genug.
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  • Kommentar von Erwin Jenni (ej)
    Ich vermisse hier die fleissigen Kommentarschreiber, welche bei jeder Gelegenheit diejenigen schlechtreden und in die rechte Ecke treiben wollen, welche seit Monaten und Jahren vor dem islamistischen Terror in Europa warnen! Die Anzeichen waren und sind so klar hierfür, wenn man denn bereit wäre, die Fakten und die Realität sehen zu wollen! Was wenn auch hier bei uns Messerattacken auf Unschuldige beginnen? Sind dann auch wir im Westen daran schuld?
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    1. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      Sie sind doch nicht schuld an Messerattacken. Wer hat das denn je behauptet gegenüber Ihnen persönlich?
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