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International Pompöse Militärparade in Moskau

11'000 Soldaten, 69 Kampfflugzeuge und Helikopter: Zum 69. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg zeigt Russland her, was es hat.

Legende: Video «Machtdemonstration auf dem Roten Platz» abspielen. Laufzeit 1:33 Minuten.
Vom 09.05.2014.

Mit einer grossen Militärparade in Moskau hat Russland den 69. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg gefeiert. Bei strahlendem Frühlingswetter nahm Kremlchef Wladimir Putin als Oberbefehlshaber den Aufmarsch auf dem berühmten Roten Platz im Zentrum der Hauptstadt ab.

Putin: Sowjetisches Volk rettete Europa vor Sklaverei

«Der 9. Mai war, ist und bleibt unser wichtigster Feiertag», sagte Putin bei der live im Staatsfernsehen übertragenen Waffenschau. Der Präsident versprach den Veteranen ein ewiges Andenken. «Wir sind stolz auf sie.» Von der Ehrentribüne aus beobachteten auch zahlreiche mit Orden geschmückte Kriegsteilnehmer die Parade.

Putin betonte, der eiserne Wille des sowjetischen Volkes habe Europa vor der Sklaverei gerettet. Angesichts der schweren Krise im Nachbarland Ukraine gilt das Militärspektakel auch als Demonstration der Stärke.

Parade für 144 Millionen Russen

Nach der Nationalhymne und Salutschüssen marschierten etwa 11'000 Soldaten aller Waffengattungen über das Kopfsteinpflaster. Danach fuhren 151 Einheiten schwerer Militärtechnik auf, darunter atomar bestückbare Interkontinentalraketen. Am Himmel donnerten 69 Kampfflugzeuge und Hubschrauber über das Stadtzentrum.

Ähnliche Paraden gab es auch in vielen anderen Städten des 144-Millionen-Einwohner-Reichs. In der Ukraine wurden die meisten Paraden abgesagt. Die Feiern fanden überwiegend in einem deutlich kleineren Rahmen statt. Die pro-westliche Führung warnte vor Provokationen russischer Agenten.

25 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Soso, das sowjetische Volk hat Europa vor der Sklaverei gerettet. Gleich zwei historische Lügen: 1. Ohne die gewaltige Feuerkraft der westlichen Alliierten hätten es diese "Helden" nicht geschafft. Erst im Januar 1945 (!) gelang es der Roten Armee, in Ostpreussen die DE-Reichsgrenze zu überschreiten, also lange nach dem Juni 1944 (D-Day). 2. Der 9. Mai ist der Tag, an dem immer auch der Beginn der Besetzung und Verknechtung halb Europas gefeiert wurde. SOO war und ist es wirklich.
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Diese Paraden für einen "Sieg" aus einer längst vergangenen Zeit werden mit jedem Jahr lächerlicher und peinlicher, aber im nächsten Jahr, dem "Jubiläum" von 70 Jahren, werden sie wohl nochmals kräftig zuschlagen. Nach meinen Informationen finden auch dort immer mehr Junge, dass dieser alte Zopf bald abgeschafft werden sollte. Gern vergessen und auch in Russland oft verschwiegen wurde und wird, dass die Ukrainer und vor allem Weissrussen prozentual viel mehr Menschen verloren haben.
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  • Kommentar von Hans Weiler, St. Gallen
    Man lästert jetzt über das Machtgebaren Putins. Ich bin weiss Gott kein Fan von Militärparaden und bin auch hier an keiner Veranstaltung dieser Art. Man muss aber auch anerkennen, dass im derzeitigen Ringen um geopolitische Vorherrschaft, die primär auf militärischer Dominanz beruht, dies den eigenen Souveränitätsanspruch ziemlich deutlich untermauert. In Russland eint dies das eigene Volk, im Westen würden nur Pfiffe laut. Woher kommt das?
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    1. Antwort von Björn Christen, Bern
      Was bleibt den Russen noch, ausser sich als grosse Nation aufzuspielen und mittels Bedrohen von Nachbarn und pomposen Militärparaden in Sowjet-Nostalgie zu schwelgen, wenn man heute als Land faktisch am Boden liegt und nur im Wodka-Saufen weltweit führend ist?
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    2. Antwort von Hans Weiler, St. Gallen
      @Christen. das möchte der Westen gerne glauben machen. Warum denn sind ausgerechnet die Russen in der Raumfahrt führend? Ohne ihre Technik keine Raumstation. So schlimm kann es gar nicht sein. Kommt noch dazu, dass ungleich grösseres Entwicklungspotenzial einem gesättigten Westen gegenüber steht.
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