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International Portugal: Hunderttausende demonstrieren gegen Sparpolitik

Ein grosser Teil der Portugiesen hat genug von Einsparungen und Steuererhöhungen. In mehr als 30 Städten sind Menschen in Massen gegen die Regierung in Lissabon und gegen das «Spardiktat» der EU auf die Strasse gegangen.

Legende: Video «Massenproteste in Portugal» abspielen. Laufzeit 0:19 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.03.2013.

«Troika und Regierung raus», «Portugal an die Wahlurnen» und «Wahlen jetzt». Parolen auf den Spruchbändern der hunderttausenden von Demonstranten, die in im ganzen Land die Strassen füllten. Sie sangen die Hymne der Nelkenrevolution von 1974, die Portugal den Weg zur Demokratie ebnete.

Nach Angaben der Veranstalter nahmen an den Kundgebungen insgesamt 1,5 Millionen Menschen teil. Die Proteste in dem Euro-Krisenland richteten sich auch gegen die Sparauflagen, die die Troika von Europäischer Union, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) der Regierung in Lissabon gemacht hatte.

Massendemonstration in Porto.
Legende: Auch in Porto gingen Tausende auf die Strasse. Keystone

Zu den Demonstrationen hatte die Initiative «Zum Teufel mit der Troika» aufgerufen. Sie hatte im September 2012 in Lissabon eine der grössten Kundgebungen in der Geschichte des Landes mit etwa einer Million Menschen organisiert.

Rücktritt der Regierung gefordert

Zahlreiche Organisationen hatten die Demonstrationen unterstützt. Dazu gehörten der Gewerkschaftsdachverband CGTP, die Parteien der Linken und zahlreiche Berufsverbände. Die Demonstranten forderten den Rücktritt der konservativen Regierung von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho.

2 Kommentare

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  • Kommentar von G.Anderegg, Egg
    EZB; Milliardengewinn mit Krisen Anleihen. Wem kommen diese Gewinne zu Gute? Wem wird das Geld aus den Taschen gezogen und wohin geht es? Sind EU, EZB und IWF neue Sklaven-Halter Konstrukte? Kreiert durch menschenverachtende und von Macht besessene graue Eminenzen? Portugiesen ihr habt recht. "Empört Euch". Spanier, Italiener, Griechen, Irländer, Franzosen, Briten. Die Armut und der Unmut greifen um sich. Schämt Euch, Handlanger dieses Trauerspieles! 190 Millionen Arbeitslose! Bravo! Toll!
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  • Kommentar von Josef Bern, Schweiz
    Was würden wir Schweizer machen, sollten wir Gott behüte je in so eine Lage wie Portugal kommen. Da nützt die direkte Demokratie auch nichts. Wir können nicht einmal unsere Regierung zum Rücktritt bewegen. Noch schlimmer, nachdem wir alle, das brav gemacht haben, was im einvernehmen mit den besten Ökonomen, auch nichts gebracht hat. Was dann
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