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International Portugal streicht im öffentlichen Dienst 30'000 Stellen

Drastische Einschnitte im Euro-Krisenland Portugal: Die Regierung streicht Beamtenstellen, das Renteneintrittsalter wird erhöht und Beamte arbeiten künftig 40 statt 35 Stunden pro Woche. Bis 2015 sollen so 4,8 Milliarden Euro gespart werden.

Ministerpräsident Pedro Passos Coelho
Legende: Die Regierung plant drastische Einschnitte im Öffentlichen Dienst. Reuters

Portugal hat ein weiteres Sparprogramm vorgestellt. Die Wochenarbeitszeit von Beamten soll von 35 auf 40 Stunden erhöht und 30'000 Stellen im öffentlichen Dienst  sollen gestrichen werden.

Zudem werde das Rentenalter um ein Jahr auf 66 hoch gesetzt, erklärte Ministerpräsident Pedro Passos Coelho. Die meisten Massnahmen sind ab 2014 geplant. Der Staat will durch die Schritte bis 2015 insgesamt 4,8 Milliarden Euro sparen.

Urteil des Verfassungsgerichts

Das portugiesische Verfassungsgericht hatte am 5. April Teile des Sparhaushalts für das laufende Jahr für nichtig erklärt. Dadurch klaffte im Sparprogramm der Regierung eine Lücke von rund 1,25 Milliarden Euro. 

Daher sucht die Regierung in Lissabon nach weiteren Einsparmöglichkeiten. Bereits vor zwei Wochen entschied das Kabinett, ein Budgetlimit für jedes Ressort zu verhängen. Dadurch sollen 600 Millionen Euro eingespart werden.

Portugal musste vor zwei Jahren von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) mit 78 Milliarden Euro vor der Pleite bewahrt werden. Im Rahmen des Hilfspakets wurde, wie in anderen Ländern unter dem Rettungsschirm auch, ein umfassender Reformkurs mit scharfen Einschnitten auch für die Bevölkerung vereinbart.
 

5 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    30'000 Menschen, welche nun der Sozialhilfe auf der Tasche liegen. Es wird nur Schönfärberei betrieben u. die Ausgaben von einer Budgetposition auf die andere verschoben ändert aber an der desaströsen Lage gar nichts. Erst wenn die Entlassenen gezwungen sind sich nach Ablauf der sozialen Fristen tatsächlich nach Arbeit umzusehen wird sich die Lage VIELLEICHT ein wenig bessern. (Falls Sie dann nicht schon zu alt sind, etwas Neues zu beginnen - sonst kommen die Pensionskassen in die Pflicht.
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  • Kommentar von Albert Planta, Chur
    Die Regierung streicht Beamtenstellen, das Renteneintrittsalter wird erhöht und Beamte arbeiten künftig 40 statt 35 Stunden pro Woche. Wie wollen den die ihre Jungen bei solchen Massnahmen noch beschäftigen? Sollen die alle auswandern?
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    1. Antwort von Walter Gehrig, Luzern
      Jawohl, die kommen in die Schweiz.
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    2. Antwort von Gerhard Himmelhan, Naters
      Hr. Planta das ist in anderen Ländern auch schon so, I,F,S, Immer weniger Beschäftigte müssen für immer mehr Rentner, Arbeitslose, Sozialbezüger, IV-bez. Ausgesteuerte usw. arbeiten. Es gibt halt nicht für alle Menschen Arbeit! Wenn das Geld nicht mehr reicht werden die Steuern erhöht. Siehe D bald 50% und sie zahlen immer noch. "Sollen die alle auswandern." fragen sie? Wohin,nennen sie mir ein Einwanderungsland mit Perspektiven Es geht solange bis es nicht mehr geht Trotzdem schönes Wochenend
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    3. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @Albert Planta: Es wandern bereits 10'000e jedes Jahr nach Angola u. Brasilien aus - und....es sind Ing, Aerzte, Techniker Das Land blutet intellektuell und bei Spezialisten aus und somit ist auch das Land in 10 bis 15 Jahren immer noch nicht fit um in der EU eine Rolle zu spielen.
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