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Präsidentenwahl in Tschechien Milos Zeman gewinnt erste Runde

Legende: Video Zeman gewinnt die erste Runde abspielen. Laufzeit 1:02 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.01.2018.
  • In Tschechien gewinnt der amtierende Präsident Milos Zeman die erste Runde der Wahl.
  • Nach Auszählung fast aller Wahlbezirke erhielt der 73-Jährige 38,8 Prozent der Stimmen.
  • In einer Stichwahl in zwei Wochen trifft er auf den parteilosen Chemieprofessor Jiri Drahos.

Milos Zeman ist als klarer Favorit zur Präsidentenwahl angetreten. Nach Auszählung praktisch aller Stimmen erhielt der Amtsinhaber 38,6 Prozent der Stimmen. Jiri Drahos liegt mit 26,6 Prozent auf Platz zwei, gefolgt vom früheren Botschafter in Frankreich, Pavel Fischer (10,2 Prozent). Der konservative Ex-Ministerpräsident Mirek Topolanek lag abgeschlagen auf Platz 4. Das teilte die Statistikbehörde mit.

Bürgernähe als Wahlkampfrezept

Zeman hatte sich im Wahlkampf als Zuwanderungsgegner und Kämpfer für die kleinen Leute positionierte. Er pflegt gute Kontakte zu Moskau und Peking. Sein grösster Herausforderer Drahos will den Nato- und EU-Mitgliedsstaat wieder stärker nach Westen orientieren. Nach einer Umfrage des tschechischen Fernsehens CT würdigten die Wähler bei Zeman seine starke Persönlichkeit und sein Durchsetzungsvermögen, bei Drahos seine Ehrlichkeit und seine Bildung.

Die Beteiligung der knapp 8,4 Millionen Wahlberechtigten lag mit 61,9 Prozent ähnlich hoch wie bei der ersten Direktwahl des Staatsoberhauptes vor fünf Jahren. Der tschechische Präsident repräsentiert das Land im Ausland, ernennt die Verfassungsrichter und spielt eine Rolle bei der Regierungsbildung.

«Mit der zweiten Runde fängt alles bei Null an», sagte Zeman und rief seine Anhänger zur Teilnahme an der Stichwahl am 26. und 27. Januar auf. Umfragen sagen ein ausgeglichenes Rennen zwischen ihm und Drahos voraus.

2 Kommentare

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  • Kommentar von beat zehnder (beat zehnder)
    @Zelger Leider stimmt das so nicht,auch im Westen sind die meisten Länder von Rechtsregierungen domminiert.Aber sehrwahrscheinlich sind sie selber so rechts positioniert,dass politischer Kompromis für sie ein Schimpfwort ist. Überall leben Menschen mit verschiedenen Meinungen und eine echte Regierung, sorgt sichfür alle Mitbürger.Die "The Winner takes it all"-Mentalität ist Gift für jede Gesellschaft.Auch in den Oststaaten werden sie wieder anders wählen,meistens ist Politik ja ein Pendel.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Während der Westen je länger je mehr nach links abtrifft, wählt der Osten rechte Politiker, die zu ihren Ländern und Volk Sorge tragen.
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