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International «PRISM» – die «legitime» Waffe gegen Terror

Trotz weltweiter Empörung verteidigt der US-Geheimdienst sein gigantisches Abhörprogramm. Seit 9/11 seien dadurch weltweit zahlreiche «potenzielle Terrorattacken» verhindert worden.

Seit Tagen sorgen Berichte über ein weltweites Programm zum Ausspähen von Internet-Daten durch den US-Geheimdienst NSA für heftige Debatten. Die US-Regierung rechtfertigt das Projekt namens «PRISM». Die Begründung: Es sei für die nationale Sicherheit notwendig.

Weltweit seien damit mehr als 50 «potenzielle Terrorattacken» verhindert worden, sagte der Chef des NSA, Keith Alexander, vor dem Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses in Washington.

Normalerweise tage dieser Ausschuss nicht öffentlich, erklärt USA-Korrespondent Beat Soltermann. Diesmal war es anders: «Keith Alexander, Chef der Abhörbehörde NSA, wollte gehört werden – auch ausserhalb des Kongresses.»

Geheimdienst will Dokumente liefern

Alexander kündigte an, die Geheimdienstbehörden würden dem Ausschuss Dokumente über diese Fälle aushändigen – mit Geheimhaltungsverpflichtung.

FBI-Vizedirektor Sean Joyce sagte in der Anhörung vor dem Gremium, dank des Telefon- und Internetüberwachungsprogramms sei etwa ein Bombenanschlag auf die New Yorker Börse durchkreuzt worden. Dies sei durch die Beobachtung eines
bekannten Extremisten im Jemen gelungen.

Kaum Kritik aus dem eigenen Land

Die Mitglieder des Ausschusses stellten zahme Fragen. «Viele wollten dem Geheimdienstchef offensichtlich den Rücken stärken, so wie dies Präsident Barack Obama bereits zuvor in einem Interview getan hatte», schätzt Soltermann.

Kritische Stimmen zu den Abhörprogrammen gibt es in den USA vergleichsweise wenig. Laut Umfragen unterstützt eine Mehrheit der Amerikaner die Spionageprogramme des NSA, wenn dadurch Terrorakte verhindert werden können.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Wutz, Gerlafingen
    Der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel... nach diesem Motto gebärden sich die USA seit dem 2.WK. Egal ob beim Klima, Krieg oder Ausbeuten von Ressourcen in fremden Staaten, es wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Das traurige daran ist eigentlich nur, dass man solchen Lügnern immer wieder Glauben schenkt und dadurch Leid und Elend verursacht.
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  • Kommentar von w, Derendingen
    Eigenartig o.g. Rechtfertigung. Gleichzeitig sollen jedoch die salafistischen Terroristen (Kannibalen und Halsabschneider) wie al-Quaida und Al-Nusra-Front in Syrien US-amerikanische Waffen bekommen.
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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Das klingt für mich unglaubwürdig, das ein "bekannter Terrorist aus Jemen" zuerst auf Facebook schreibt, er wolle die Börse in die Luft jagen. Ein kluger Mann sagte mal: "Lass dich nicht verarschen!"
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