Zum Inhalt springen

International Prism treibt die Menschen auf die Strassen

Nach der Empörung nun der Protest auf der Strasse: In Deutschland haben Tausende gegen die Überwachungsprogramme des US-Geheimdienstes demonstriert. In mehr als 30 Städten gab es Kundgebungen gegen die Geheimdienstüberwachung, dennoch blieb der Aufmarsch unter den Erwartungen.

Plakate gegen die Abhöroffensive der USA.
Legende: Das Image der USA ist nach der NSA-Affäre stark angekratzt. Reuters

Noch längst liegen nicht alle Fakten zur Datenüberwachung der Geheimdienste auf dem Tisch. Seit den Enthüllungen von Whistleblower Edward Snowden steht der US-Geheimdienst NSA aber weltweit unter Druck.

Dieser Druck macht sich nun auch auf der Strasse bemerkbar. In Deutschland nahmen nach Angaben der Organisatoren gegen 10'000 Menschen an der Aktion «#StopWatchingUs» teil. Die Demonstranten forderten ein Ende der Abhöraktionen und Schutz für sogenannte Whistleblower wie Snowden. Angesichts der grossen Hitze blieb aber die Teilnehmerzahl unter den Erwartungen.

Neues Amt geschaffen

Als Konsequenz aus der NSA-Spähaffäre richtet die Bundesregierung die Posten eines Sonderbeauftragten für Cyber-Aussenpolitik ein. Für das Amt habe der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle den Diplomaten Dirk Brengelmann ernannt.

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Gerhard Schweizer, Bern
    Immerhin gehen in D die Leute auf die Strasse, bei weniger heissem Wetter u. ausserhalb der Ferienzeit wären es wohl deutlich mehr gewesen. UND IN DER SCHWEIZ? Nichts. Der Bundesrat schweigt, das bequeme u. selbstgefällige Volk schweigt. Uns geht es ja gut, das ist alles, was interessiert. Und ich glaube zudem, wir sind auch bei diesem Thema wieder mal ein Stück naiver, als unsere Nachbarn, kommt dazu, dass viele durch die Rechten u. ihren Spruch "Wer nichts zu verbergen hat.." eingelullt sind.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    In ein paar Wochen ist auch das alles vergangen und vergessen, kein Hahn kräht dann noch danach. - War jedenfalls doch immer so, lief genau so nach der Bankenkrise, lief so beim der "Nachrüstung mit Purshingmittelstreckenraketen" usw. Eines bleibt aber, ändern tut sich rein gar nichts.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    War auch nicht anders zu erwarten, es waren ja auch nur die politischen 'Wirrköpfe', die an den Demos teilnahmen. Der Gemischtwarenladen aus Roten aller Art, Grünen, Piraten, und Fundamental-USA-Hassern ist politisch zu vielseitig, als dass sich die MASSE deswegen auf die Strasse begibt. Entscheidender wäre doch, wissen zu dürfen, was Andere über mich zu wissen glauben. Dieses Recht aber muss uns die Politik verschaffen. Aber das wird mehr Mut brauchen als nur Lamentieren über die bösen Ami's.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Eddy Dreier, Burgdorf
      Das Lamentieren über die bösen Amis ist ein wichtiger Schritt der Aufklärung des Einundzwanzigsten.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Hans Knecht, Torny
      Herr Jacob, der einzelne "Ami" ist m.E. nicht das Problem, zumal es auch einige liebe/handzahme gibt. Auch die einzelnen Angestellten der Regierung sehe ich als Problem, ebenso wenig der einzelne Mächtige. Viel mehr liegt die Herausforderung in der Kultur der Mächtigen, welche ein kranker Überwachungsstaat etabliert (siehe UdSSR), die Wirtschaft zu Grunde richtet oder Menschen die Hoffnung auf ein sinnvolles Leben raubt.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Ernst Jacob, Moeriken
      Hans Knecht, Eddy Dreier: Glauben Sie denn wirklich, die Schweiz wäre besser? Meinen Sie wirklich, bei uns würden Keine auf GUT GLÜCK im Web rumhorchen? Bei uns spricht man nur nicht darüber, man versteckt sich, wie früher schon, legal hinter Gesetzen und Geheimhaltung. Pornografie, Drogenhandel, Menschenhandel um mehr, es gibt genügend mögliche Uebertretungsgründe, um eigentlich Jede und Jeden überwachen zu müssen, wir sind alle potentielle 'Täter'. Wenn Sie wüssten, Sie würden sich wundern...!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen