Pro-russische Krawalle jetzt im Osten der Ukraine

In mehreren Städten der Ostukraine haben pro-russische Aktivisten Gebäude der Behörden gestürmt. Sie forderten ultimativ Referenden über eine Abspaltung von Kiew.

Vermummte Menschen mit russischen Flaggen auf einem Balkon.

Bildlegende: Moskau-treue Aktivisten stürmen im Osten der Ukraine Verwaltungsgebäude. Reuters

Die Bilder sind ähnlich wie unlängst auf der Halbinsel Krim. Pro-russische Aktivisten besetzen im Osten der Ukraine Gebäude der lokalen Verwaltung. Aktuell kommt es in Charkow und Donezk zu massiven Ausschreitungen.

Die Aktivisten fordern ultimativ Referenden über eine Abspaltung von Kiew. Nach zunächst friedlichen Protesten kam es zu Handgemengen mit Milizionären. Vor der Verwaltung in Donezk versammelten sich hunderte Menschen. Diese verkündeten, eine Gebietsversammlung gründen zu wollen.

Ausweitung der Proteste angekündigt

Auch in Charkow drangen nach einer friedlichen Demonstration hunderte teils maskierte Menschen zu den Gebäuden der lokalen Behörden. Binnen weniger Minuten sollen sie in die Häuser eingedrungen sein. Auf Balkonen und an Fenstern hissten sie russische Flaggen.

In der Stadt Lugansk nahe der Grenze zu Russland besetzten Demonstranten vorübergehend die Vertretung des Geheimdiensts SBU. Die Angreifer schlugen die Tür ein und warfen Ziegelsteine sowie Rauchbomben.

Die Zentralregierung teilte mit, bei den Besetzern der Verwaltungsgebäude handle es sich bei einem Grossteil um Provokateure aus dem nahen Russland. Die moskautreuen Aktivisten kündigten für den Montag eine Ausweitung der Proteste an.